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Fallstudien | 365
hier Literaturempfehlungen129 und weiterführende Links130 – letztere ganz vorwie-
gend zu anderen virtuellen Museumsprojekten über Heimcomputer, Spiele und ver-
wandte Themen. Die Rubrik ›Internes‹ schließlich eröffnet dem Besucher einen Blick
hinter die Kulissen des 8bit-Museums: Hier finden sich die Tausch- und Kaufange-
bote des Betreibers,131 das FAQ-Dokument zu Geschichte und Gegenwart der Samm-
lung und Ausstellung,132 Presseinformationen,133 Links zu Berichten über und Bezug-
nahmen auf das Projekt (spürbar nicht ohne Stolz zusammengetragen),134 sowie eine
›Ehrentafel‹ aller Personen, die dem 8bit-Museum Exponate gestiftet haben – sei es
in Form von materiellen Objekten oder Bildmaterial.135 Nicht zuletzt informiert
Slabihoud hier auch darüber, wie sich alte Heimcomputer am besten reinigen lassen,
womit abermals der hobbyistische Wert der Webseite in den Vordergrund gerückt
wird.136
Interessant ist hier der Punkt ›Plagiate‹: Nachdem dem Betreiber über mehrere
Jahre hinweg wiederholt Übernahmen ganzer Passagen und Seiten des 8bit-Museums
durch andere Webseiten aufgefallen sind, werden hier gezielt entsprechende Fälle
vorgestellt – offenbar auch zur Abschreckung potenzieller Plagiaristen. Erhellend
sind Slabihouds einführende Kommentare:
Besonders interessant sind die Ausreden. Von »Das habe ich nicht gewusst!«, über »Ich dachte,
alles im Internet darf man frei benutzen.« und »Das wurde mir von jemanden zugeschickt.«,
bis hin zu einem einfachen »Na und?« reicht die Palette. Und es waren nicht nur Kids, die
einfach nur schnell »᾿ne Homepage« haben wollen, sondern überwiegend Erwachsene. Jeder,
der heute einen C64 im Keller findet, meint, er müsse dieses der Welt mitteilen und garniert
das ganze dann noch mit der Firmengeschichte und weiteren Bildern. Da man aber nicht fähig
ist, selbst einen zusammenhängenden Satz zu schreiben, wird das einfach kopiert. Internet sei
Dank!137
Obwohl der Mann hinter dem 8bit-Museum offenbar kein Geld mit seiner (völlig
werbefreien) Webseite verdient, nimmt er das Problem von Plagiaten und unerlaubter
Weiterverwendung seiner Texte und Inhalte sehr ernst. Hier greift jene Ökonomie
der Anerkennung, die Chris Anderson auch unter Wikipedianern am Werke sieht:
129 Vgl. http://8bit-museum.de/sonstiges/buchempfehlungen/ vom 12.11.2015.
130 Vgl. http://8bit-museum.de/sonstiges/links/ vom 12.11.2015.
131 Vgl. http://8bit-museum.de/internes/tauschangebote-trade-offers/ vom 12.11.2015.
132 Vgl. http://8bit-museum.de/internes/fragen-antworten-faq/ vom 12.11.2015.
133 Vgl. http://8bit-museum.de/internes/presseinformationen/ vom 12.11.2015.
134 Vgl. http://8bit-museum.de/internes/auszeichnungen-berichte/ vom 12.11.2015.
135 Vgl. http://8bit-museum.de/internes/credits/ vom 12.11.2015.
136 Vgl. http://8bit-museum.de/internes/reparatur/ vom 12.11.2015.
137 http://8bit-museum.de/internes/plagiate/ vom 12.11.2015.
Dinge – Nutzer – Netze
Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
- Titel
- Dinge – Nutzer – Netze
- Untertitel
- Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
- Autor
- Dennis Niewerth
- Verlag
- transcript Verlag
- Datum
- 2018
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-8394-4232-6
- Abmessungen
- 14.8 x 22.5 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Virtualität, Kulturerbe, Digitalisierung, Neue Medien, Kulturmanagement, Museumswissenschaft, Digitale Medien, Mediengeschichte
- Kategorie
- Medien