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Diskurse des Kalten Krieges - Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
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keit belegt. 1939 wurde er kurzzeitig zur Deutschen Wehrmacht eingezogen, von Sep- tember 1939 bis 1950 war er in verschiedenen handwerklichen Berufen tätig, daneben studierte er 1945/46 an der Akademie für bildende Künste in Wien und befasste sich mit Kunstgeschichte. Am 12.12.1945 wurde er in die „Berufsvereinigung der bildenden Künst- ler Österreichs“ (Gruppe Maler) aufgenommen. Teilnahme an Ausstellungen, u.a. an „Moderne österreichische Malerei“ im Oktober 1948, die in Brünn und Prag gezeigt und vom kommunistischen Stadtrat für Kultur und Volksbildung Viktor Matejka eröffnet wurde. Ab den 1950er-Jahren erhielt Bednarik mehrere Aufträge der Stadt Wien zur künstlerischen Gestaltung von Gemeindebauten. Bednarik hat sich in Essays und Romanen mit der Arbeitswelt auseinandergesetzt. Beiträge und Artikel erschienen während der 1950er-Jahre in der katholischen Religions- und Kulturzeitschrift Wort und Wahrheit. 1953 publizierte Bednarik die Studie Der junge Arbeiter von heute – ein neuer Typus, in der er die Entwicklung des kämpferischen, klassenbewussten Arbeiters zum sogenannten „Schlurf“ beschrieb, jenen Jugendlichen, die nur konsumorientiert, aber politisch desinteressiert seien. Seine Darstellung der von den „Schlurfs“ ausgehenden Individualisierung als Gegenmodell zum Totalitarismus wurde vom österreichischen Sozialdemokraten Julius Deutsch und von Ernst Fischer kritisch diskutiert. Nach der Kriegsheimkehrergeschichte Der Tugendfall (1953) publi- zierte Kremayr & Scheriau 1954 Bednariks Roman OMEGA Fleischwolf. Ein Teil dieses Romans war bereits 1953 in Hans Weigels Anthologie „Stimmen der Gegenwart“ publi- ziert worden, die mit Unterstützung des „Allgemeinen Jugendkulturwerks Gesellschaft für Freiheit der Kultur“ herausgegeben wurde. Während die Zeitschrift Spiegel den Roman positiv besprach, wurde von kommunistischer Seite die Darstellung des Arbeiters Adam kritisiert und Bednarik eine falsche Vorstellung vom Verhältnis des Individuums zur Gesellschaft vorgeworfen. Ab 1954 war Bednarik als Lektor im Script-Department des amerikanischen Besat- zungssenders „Rot-Weiß-Rot“ tätig. Ab 1957 Arbeiten für das Österreichische Fernsehen. Sein Artikel Entfremdeter Marx, der zuvor in Wort in der Zeit erschienen war, wurde im August 1966 im Radiosender „Freies Berlin“ gesendet. Bednariks Werke sind in ver- schiedenen Verlagen erschienen, unter anderem bei Jugend & Volk, wo er ab September 1969 als Lektor und ab April 1975 als Filialleiter angestellt war. Anschließend leitete er bis 1980 die Galerie „Alte Schmiede“ in Wien. Er fungierte als Vorstandsmitglied des österreichischen PEN-Clubs, war Gründungsmitglied des „Neuen Hagenbundes“ sowie Mitglied im Österreichischen Schriftstellerverband. Bednarik wurde mit dem Theo- dor-Körner-Preis (1962), dem Preis des Wiener Kunstfonds für Literatur (1974) und dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien (1980) ausgezeichnet. 1973 erhielt er den Ehrentitel Professor. Quellen: Karl Bednarik: Adam im Kino. In: Stimmen der Gegenwart  3 (1953), S. 193–202. Ders. an Julius Deutsch, Brief v. 4.8.1953, Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Open Access © 2017 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN KÖLN WEIMAR 620 Autorinnen- und Autorenlexikon
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Diskurse des Kalten Krieges Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
Titel
Diskurse des Kalten Krieges
Untertitel
Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20380-3
Abmessungen
15.9 x 24.0 cm
Seiten
742
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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