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Kleist-Preis, 1954 eine Ehrenpension von Oberösterreich, 1962 den Grillparzerpreis; 1961
erfolgte die Aufnahme in die Bayerische Akademie der Schönen Künste, 1962 die Ernen-
nung zum Professor.
Quellen:
Gerhard Fritsch: Das Auftreten des Mostschädels in der Literatur. In: Wort in der Zeit 6 (1960),
S. 1–2.
Klaus Kastberger: Richard Billinger. In: Stichworte zur oberösterreichischen Literaturgeschichte,
2009; http://www.stifter-haus.at/lib/publication_read.php?articleID=119 [zuletzt aufgerufen
16.12.2013]
Arnold Klaffenböck: Ambivalenzen eines Erfolgsautors. In: Birgit Kirchmayr (Hg.): „Kulturhaupt-
stadt des Führers“. Kunst und Nationalsozialismus in Linz und Oberösterreich. Ein Projekt der
Oberösterreichischen Landesmuseen in Kooperation mit Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas.
Weitra: Bibliothek der Provinz 2009, S. 203–209.
Ders.: Richard Billinger. In: forum oö geschichte 2010; http://www.ooegeschichte.at/themen/
kunst-und-kultur/literaturgeschichte-oberoesterreichs/literaturgeschichte-ooe-in-abschnit-
ten/1900-1945/richard-billinger.html [zuletzt aufgerufen 11.4.2017]
N.N.: Billinger. Donau so flau. In: Der Spiegel 39 (23.9.1959), S. 76.
Hans Weigel: Donauballade. In: Ders.: Tausendundeine Premiere. Wiener Theater 1946–1961.
Wien: Wollzeilen Verlag 1961, S. 95–98.
Carl Zuckmayer: Geheimreport. Göttingen: Wallstein Verlag 2002.
Karl Bruckner
geboren am 9.1.1906 (Wien), gestorben am 25.10.1982 (Wien), schloss keine schulische
Ausbildung ab und übte verschiedene Gelegenheitsjobs aus; unter anderem arbeitete er
zwischen 1934 oder 1936 und April 1938 in Brasilien (Spiegel). Zurückgekehrt nach
Österreich, wurde er 1939 zur Wehrmacht eingezogen, wo er als Meldefahrer tätig war.
Über seine Erfahrungen während der NS-Zeit schrieb Bruckner den autobiographisch
geprägten Roman Mann ohne Waffen, der 1967 im Verlag Jugend & Volk erschien, sowie
die Erzählung Heute am 10. April 1938.
Nach 1945 begann Bruckner seine Tätigkeit in der von der KPÖ geführten „Globus-Zei-
tungs-, Druck- und Verlagsanstalt“ am Fleischmarkt und war laut Manfred Mugrauer zur
selben Zeit der KPÖ beigetreten und verfasste erste Artikel und Reportagen für verschie-
dene Zeitungen, u.a. die Österreichische Volksstimme (Wien, Zentralorgan d. KPÖ).
Hier erschienen auch seine ersten beiden sozialkritischen Jugendromane: Pablo, der Indio
(1949) und Die Spatzenelf (1949), die erfolgreich genug waren, um ihm ab 1950 die Existenz
als freier Schriftsteller zu sichern. Nach Auseinandersetzungen mit dem Globus-Verlag ab
Februar 1951 – u.a. wegen geplanter Veröffentlichungen in anderen Zeitschriften und Ver-
lagen – erfolgte am 22.1.1952 der Ausschluss aus der KPÖ wegen „unkommunistischen
Verhaltens“ (Mugrauer). Bruckner publizierte ab den 1950er-Jahren bei verschiedenen Ver-
lagen eine große Anzahl an Jugendromanen, die sich mit Themen wie Sport, Abenteuer und
Krieg auseinandersetzten und zeitgenössische politische Diskussionen aufgriffen.
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622 Autorinnen- und Autorenlexikon
Diskurse des Kalten Krieges
Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
- Titel
- Diskurse des Kalten Krieges
- Untertitel
- Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20380-3
- Abmessungen
- 15.9 x 24.0 cm
- Seiten
- 742
- Kategorien
- Geschichte Nach 1918