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Diskurse des Kalten Krieges - Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
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1996 avancierte die Neuauflage des Erzählbandes Der Weg zum Ödensee (1973) zum „Buch des Jahres“. Die darin publizierte gleichlautende Erzählung behandelt die Verhaf- tung des Leiters des Reichssicherheithauptamtes Ernst Kaltenbrunner. Von 1949 bis 1997 war Kain Landesobmann der „Österreichisch-Sowjetischen Gesellschaft“, fungierte 1977 bis 1979 sowie 1980 bis 1986 als Gemeinderat der KPÖ und 1969 bis 1983 als Mitglied des ZK der KPÖ. Er wurde mit dem Berufstitel Professor (1979) und dem Literaturpreis des Landes Oberösterreich (1989) ausgezeichnet. Quellen: Erik Adam: Geschichte mit Hilfe von Geschichten beleuchten. Zu Leben und Werk des Schriftstel- lers Franz Kain. In: Österreich in Geschichte und Literatur 32 (1988) H.  3/4, S.  162–173. Judith Gruber: Franz Kain – Eine Monographie. Univ.-Diss.: Wien 1985. Marion Hussong: „Man erfährt mehr und wird stärker, wenn man gegen den Strom schwimmt“ – Betrachtungen zur widerständigen Entwicklung des jungen Franz Kain. In: betrifft wider- stand 1994, Dezember 2009, S.  23–39. Wolfgang Quatember: Franz Kain – ein widerständiges Leben. In: Klaus Kienesberger (Hg.): Un- Sichtbar. Widerständiges im Salzkammergut. Wien: Czernin 2008, S.  110–121. Wulf Kirsten: Ein simplicianischer Lebenslauf. Der österreichische Schriftsteller Franz Kain (1922– 1997). In: Zwischenwelt  19 (2003) H.  4, Februar, S.  43–48. KPÖ-Linz (Hg.): Schriftsteller, Journalist, Politiker – Franz Kain (1922–1997). Eine Dokumentati- on der Linzer KPÖ. Linz: o.  V., o.  J. Walter Wippersberg: Ausgegrenzt, totgeschwiegen und diffamiert? In: Alfred Pittertschatscher (Hg.): Franz Kain, Karl Wiesinger und die Linzer Literaturszene in der Nachkriegszeit. Wien: Picus 2009, S.  67–117, hier S.  72. Leo Katz geboren am 22.1.1892 (Sereth, Bukowina), gestorben am 9.8.1954 (Wien), wuchs in einer orthodoxen jüdischen Familie in Rumänien auf. Nach dem Besuch einer religiösen Ched- er-Schule absolvierte er die Externistenmatura in Wien. Nach dem Ersten Weltkrieg optier- te er für die österreichische Staatsbürgerschaft und studierte Geschichte und Orientalistik an der Universität Wien, wo er 1920 promovierte. Enttäuscht über die Haltung der Sozial- demokratie zum Ersten Weltkrieg schloss er sich während des Studiums der „Freien Verei- nigung Sozialistischer Studenten“ an und wurde Mitglied der KPÖ. Von 1920–1922 lebte er in New York. Darauf folgten wechselnde Aufenthalte in Wien und Paris. Katz publizierte in verschiedenen österreichischen, amerikanischen und sowjetischen kommunistisch orien- tierten Zeitungen. 1930 zog er nach Berlin, wo er der KPD beitrat und am Parteiorgan Die Rote Fahne mitarbeitete. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutsch- land emigrierte Katz nach Paris und arbeitete an deutschsprachigen Exilzeitschriften und jiddischen Publikationen mit. Zwischen 1936 und 1938 war er für die republikanische Regie- rung im Spanischen Bürgerkrieg tätig, u.a., indem er Waffenkäufe tätigte. Von 1938–1940 lebte er wieder in New York, ab 1940 in Ciudad de México (Mexi- co-Stadt), wo er ab 1942 in der „Acción Republicana Austríaca en México“ („Österrei- Open Access © 2017 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN KÖLN WEIMAR 638 Autorinnen- und Autorenlexikon
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Diskurse des Kalten Krieges Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
Titel
Diskurse des Kalten Krieges
Untertitel
Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20380-3
Abmessungen
15.9 x 24.0 cm
Seiten
742
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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