Seite - 649 - in Diskurse des Kalten Krieges - Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
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Quellen:
Die Leser schreiben dem Tagebuch ihre Meinung. In: Österreichisches Tagebuch 7 (1952) H.
4, 16.2.1952, S. 4.
Esther Dür: Erika Mitterer und das Dritte Reich: Schreiben zwischen Protest, Anpassung und Ver-
gessen. Wien: Praesens 2006.
Gaál-Baróti, Márta: Die kathartische Wirkung der Ungarischen Revolution in der Tauschzentrale
von Erika Mitterer. In: Martin G. Petrowsky (Hg.): Dichtung im Schatten der großen Krisen:
Erika Mitterers Werk im literaturhistorischen Kontext. Wien: Praesens 2006, 231-251.
Michael Hansel: Ein Spiegel der Krisen – Erika Mitterers vernachlässigtes Werk. In: Der literari-
sche Zaunkönig 1 (2003) H. 2, S. 15–17.
Martin G. Petrowsky, Helga Abret (Hg.): Dichtung im Schatten der großen Krisen. Erika Mitterers
Werk im literaturhistorischen Kontext. Wien: Praesens 2006, S. 231–251.
Erika Mitterer: Selbstportät. In: Modern Austrian Literature 21 (1988) H. 2, S. 77–84.
Dies.: Die Problemlösung: „Killt’s Euch gegenseitig!“ Eine Tagebucheintragung vom 28.11.1958. In:
Der literarische Zaunkönig 6 (2008) H. 3, S. 4.
Österreichische Intellektuelle grüßen Pariser Weltfriedenskongreß. In: Tagebuch 4 (1949) H. 5.
Hans Weigel: Man kann nicht ruhig darüber reden. Umkreisung eines fatalen Themas. Graz, Wien,
Köln: Styria 1986.
Robert Neumann
geboren am 22.5.1897 (Wien), gestorben am 3.1.1975 (München).
Neumann stammte aus einer jüdischen Familie mit engem Kontakt zur österreichi-
schen Sozialdemokratie. Er studierte an der Universität Wien Medizin, Chemie und Ger-
manistik und promovierte 1919 über Heinrich Heine. In den 1920er-Jahren veröffent-
lichte er erste Gedichte und schlug sich mit verschiedenen beruflichen Tätigkeiten durch.
1927 wurde Neumann mit einem Band literarischer Parodien mit dem Titel Mit fremden
Federn gleichsam über Nacht berühmt. Thomas Mann bezeichnete das Buch in einer Umfra-
ge als das beste Buch des Jahres. 1932 folgte ebenso erfolgreich ein weiterer Parodien-Band
mit dem Titel Unter falscher Flagge. Der 1932 publizierte Roman Die Macht nahm gegen
den aufkommenden Nationalsozialismus Stellung. Nachdem seine Schriften von den
Nationalsozialisten in Deutschland verboten worden waren, emigrierte Neumann 1934
nach London.
1939 gründete er im Londoner Exil gemeinsam mit Franz Werfel den „Austrian PEN-
Club“ neu und engagierte sich bei der Unterstützung von Flüchtlingen aus Österreich. In
dem 1939 auf Englisch erschienenen Roman An den Wassern von Babylon setzte sich
Neumann mit der jüdischen Diaspora auseinander. 1940 wechselte er die Schreibsprache
und 1942 erschien mit Scene in Passing (deutscher Titel: Tibbs) der erste von sechs auf
Englisch verfassten Romanen. Sein 1946 auf Englisch und 1948 auf Deutsch publizierter
Roman Children of Vienna rief in der österreichischen Presse empörte Reaktionen her-
vor. Neumann verdichtet darin die traumatischen Erfahrungen von Kindern in der Kriegs-
und Nachkriegszeit in einem Kammerspiel mit ebenso alptraumhaften wie hyperrealis-
tischen Szenen. Die heimische Kritik las den Text als wirklichkeitsabbildende und daher
649Autorinnen-
und Autorenlexikon
Diskurse des Kalten Krieges
Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
- Titel
- Diskurse des Kalten Krieges
- Untertitel
- Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20380-3
- Abmessungen
- 15.9 x 24.0 cm
- Seiten
- 742
- Kategorien
- Geschichte Nach 1918