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N.N.: Jugend und kulturelle Freiheit. In: Arbeiter-Zeitung, 7.2.1951, S. 2.
N.N.: Schwarz, Helmut (Hermann). In: Wilhelm Kosch (Begr.), fortgef. v. Ingrid Bigler-Marschall:
Deutsches Theater-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Bd. 3, Pallen-
berg–Singer. Bern: Francke 1992, S. 2138.
H. Schmölzer: Persönlichkeit und Werk R. Federmanns. Zwischen Skepsis und Gefühl. In: Die
Furche (1969) H. 16, 19.4.1969.
Helmut H[ermann] Schwarz: Kind von heute. In: Weigel (Hg.): Stimmen der Gegenwart 1951,
S. 146.
Helmut Schwarz: Gründerjahre des Kellertheaters. In: Milo Dor (Hg.): Die Verbannten. Graz: Sti-
asny 1962, S. 109–113.
Ders.: Max Reinhardt und das Wiener Seminar. Wien: Bergland 1973.
Hans Weigel (Hg.): Stimmen der Gegenwart 1951. Wien: Jugend und Volk, Jungbrunnen 1951.
Hans Weigel: Glosse. Kleiner alphabetischer Baedeker der jungen österreichischen Literatur. In:
Welt am Montag, 21.5.1951, S. 5.
Johannes Mario Simmel
geboren 7.4.1924 in Wien, gestorben 1.1.2009 in Luzern, Sohn eines jüdischen Chemi-
kers und Sozialdemokraten sowie einer Wien-Film-Lektorin, verbrachte seine Kindheit
zum Teil in England, seine Schulzeit aber in Wien. Hier besuchte er auch die Staatslehr-
und Versuchsanstalt für Chemie und arbeitete ab 1943 als Betriebsingenieur im Chemie-
werk Kapsch, das als kriegswichtiger Betrieb geführt wurde, sodass er der Wehrpflicht
enthoben war. Matejka schreibt später in einem Brief an Herbert Steiner vom Dokumen-
tationsarchiv für österreichischen Widerstand, Simmel habe sich „als junger Mensch [...]
als Widerstandskämpfer bewährt“ (Matejka).
Nach dem Krieg war er bis 1947 als Dolmetscher und Übersetzer für die US-Militär-
regierung und das CIC und als Mitarbeiter der Radiozentrale „International Parol“ tätig.
Ab 1948 war er als Kulturredakteur bei der französisch lizensierten Wiener Mittagszeitung
Welt am Abend beschäftigt. 1947 erschien seine erste literarische Buchpublikation, ein
Band mit Erzählungen unter dem Titel Begegnung im Nebel, 1949 sein erster Roman Mich
wundert, dass ich so fröhlich bin (beide beim Zsolnay-Verlag, an den Simmel durch Viktor
Matejka vermittelt wurde).1 Rasch folgten – parallel zur produktiven journalistischen
Arbeit – viele weitere Romane und Kinderbücher. Animiert durch den österreichischen
Schauspieler und Regisseur Willi Forst2 begann Simmel zudem, zahlreiche Drehbücher
zu verfassen. Zwischen 1950 und 1953 verlegt er seinen Lebensmittelpunkt mehr und
mehr nach München, wo er in der Folge als Drehbuchautor und Journalist für die Illust-
rierte Quick tätig war, die ihm Reisen, etwa nach Rio de Janeiro und Tokio, ermöglichte.
Mit dem 1959 gedruckten und durch den ersten Preis des Nationaltheaters Mannheim
ausgezeichneten Drama Der Schulfreund und dem 1959 in Quick und 1960 in Buchform
1 Vgl. Wedl: Johannes Mario Simmel, S. 24 f.
2 Dies behauptet Simmel selbst. Vgl. Johannes Mario Simmel: Ich über mich. In: Langenbucher
(Hg.): ‚Berichte über die Zeit, in der ich lebe ...‘, S. 27–29, hier S. 27.
655Autorinnen-
und Autorenlexikon
Diskurse des Kalten Krieges
Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
- Titel
- Diskurse des Kalten Krieges
- Untertitel
- Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20380-3
- Abmessungen
- 15.9 x 24.0 cm
- Seiten
- 742
- Kategorien
- Geschichte Nach 1918