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Diskurse des Kalten Krieges - Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
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Quellen: Marcel Atze, Marcus G. Patka (Hg.): Die „Gefahren der Vielseitigkeit“. Friedrich Torberg 1908– 1979. Wien: Holzhausen 2008. David Axmann: Friedrich Torberg. Die Biographie. München: Langen Müller 2008. Franz Stadler: „Wahlfeinde“ des Kalten Krieges. Friedrich Torberg kontra Robert Neumann. In: Mi- chael Hansel, Michael Rohrwasser (Hg.): Kalter Krieg in Österreich. Literatur – Kunst – Kultur. Wien: Zsolnay 2010, S.  213–227. Herbert Tichy: Friedrich Torberg. Ein Leben in Widersprüchen. Salzburg: Otto Müller 1995. Hannelore Valencak geboren als Hannelore Mayer am 23.1.1929 (Donawitz), gestorben am 9.4.2004 (Wien), wuchs in der Steiermark im Arbeitermilieu auf. Sie studierte Physik an der Universität Graz, wo sie auch 1955 promovierte. Sie übte daraufhin eine berufliche Tätigkeit in der Metallindustrie aus. Valencak schrieb ab den 1950er-Jahren Lyrik und erhielt zahlreiche Förderungspreise (1954 Ehrengabe zum Georg-Trakl-Preis für Lyrik, 1956 Lyrikförde- rungspreis der Stadt Graz). Hans Weigel veröffentlichte 1953 und 1954 erste Gedichte und Kurzprosatexte von ihr in der Reihe Stimmen der Gegenwart. Die Autorin bedank- te sich in ihrer Erinnerung an Weigel für seine Unterstützung und Förderung (Valencak 1998). Nachdem Valencak weitere Gedichte in Anthologien und zahlreiche Erzählungen in österreichischen und internationalen Zeitungen veröffentlicht hatte (Valencak 1955), erschien 1961 der erste Erzählband Morgen werden wir es wissen im Salzburger Otto Müller Verlag. 1957 wurde sie für den unveröffentlichten Roman Feuer auf steinernem Herd mit dem Förderungspreis zum Österreichischen Staatspreis für Literatur ausge- zeichnet. Während die zeitgenössische Kritik zum Teil die staatliche Förderung von Lite- ratur dafür lobte, dass sie literarische Neuentdeckungen wie jene von Valencak ermög- lichte, die als „typisch österreichische“ (Boeck) Autorin empfunden wurde, wurde in Bezug auf die literarische Qualität auch kritisch angemerkt, dass das „Füllhorn österrei- chischer Staatspreise ohnedies unerschöpflich“ (Fink) sei und auch mittelmäßige Talen- te fördere. Der utopische Roman Feuer auf steinernem Herd erschien 1961 unter dem Titel Die Höhlen Noahs im Wiener Wollzeilen Verlag. Er stellt die Frage, ob der Kampf ums Überleben für die Menschheit nach einer Atomapokalypse überhaupt noch sinn- voll wäre. Der Roman wurde 2012 im Residenz Verlag neu aufgelegt. Valencak lebte ab Mitte der 1970er-Jahre als hauptberufliche Schriftstellerin in Wien. Neben weiteren Romanen, die sich besonders mit der Rolle und Situation von Frauen in der Gesellschaft beschäftigten, hat sie auch mehrere Jugendbücher verfasst. Der 1972 erschienene Roman Vorhof zur Wirklichkeit gilt als stark autobiographisch geprägt. Ab den 1950ern erhält sie zahlreiche weitere Literaturpreise, z.B. 1977 Österreichischer Staatspreis für Kinder- bücher. Quellen: Johann A. Boeck: Starke Prosa unserer Staatspreisträger. In: Die Furche, 9.9.1961. Open Access © 2017 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN KÖLN WEIMAR 658 Autorinnen- und Autorenlexikon
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Diskurse des Kalten Krieges Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
Titel
Diskurse des Kalten Krieges
Untertitel
Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20380-3
Abmessungen
15.9 x 24.0 cm
Seiten
742
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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