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Vor 1918
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918 - Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
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50 AmtlicherRahmenundAusbildungsstätten 15– 19Uhr: Unterricht. 19– 20Uhr: Lernstunde (= Wiederholung des 3 Stunden zuvor gehörten Stoffes ausGeographieoderGeschichte). 20– 21Uhr. Erholungsstunde. 21Uhr: Nachtmahlmit3Speisen,dannRosenkranzundNachtgebet. TagesablaufeinigeJahrzehnte später Im Sommer um 7.00Uhr, im Winter um 7.30Uhr war Wecken und dann Früh- stück.Von8.10Uhrbis13.00Uhrunddannwiedervon15.10Uhrbis18.00Uhr im 50-Minuten-Takt mit jeweils 10 Minuten Pause musste man sehr intensiv studieren. Erst um 20.30Uhr gab es das Nachtmahl. Für das eigentliche Lernen von Vokabeln und Gesetzestexten und die Vorbereitung der Seminare waren die Abende oft zu kurz.87 Trotz dieses genau geregelten Tagesablaufes fanden Zög- linge noch genügend Zeit zum Musizieren.88 Ab dem Eintritt in die Akademie bis zur Vollendung des Studiums und der ersten Anstellung befand man sich in der Gemeinschaft der Zöglinge, auch in den drei Monaten Sommerferien, die in einem Sommerhaus der Akademie unter Aufsicht des Direktors und der Präfek- ten verbracht wurden.89 Einladungen für wenige Stunden waren sehr willkom- men. Nach Anton Hammer-Nemesbány, der 1826 in die Akademie eintrat, musste, wer auswärts eingeladen war, am Vorabend schriftlich in türkischer Spra- cheumGenehmigungansuchen.„ VordemAbmarschverabschiedetemansichmit Hand-(Ring-)kußbeimAbt-Direktor,derbeidieserGelegenheitauchgleichinspi- zierte, ob Uniform und Haltung korrekt waren. Die Jüngeren wurden dann vom HausdienerzumGastgebergebracht,dereineachtbarePersonundineineranstän- digenWohngegenddomiziliert seinmußte,undauchwiederabgeholt.“ 90 Seit Direktor Koerber sind einzelne Disziplinarfälle, die zum Ausschluss von der Akademie führten, aktenkundig. 1859 üchteten zwei aus der Anstalt, 1861 erfolgte ein Ausschluss wegen schlechten Benehmens. Spielschulden oder unstan- desgemäße Verbindungen führten zum Ausschluss. Aufbegehren gegen schlechte Noten durch Zerreißen des Zeugnisses vor versammelter Mannschaft war ein Grund,umvonderAnstaltverwiesenzuwerden.DagegengabeskeineNachsicht, selbst wenn der Vater Staatssekretär im ungarischen Innenministerium war. Stu- denten, die gelegentlich ohne Krawatte zu den Mahlzeiten erschienen, oder ein junger Mann, der sich ein Monokel anschaffte, um die Professoren während der Vorlesungzu xieren,bereitetenderDirektionÄrger.91 87 Pfusterschmid-Hardtenstein,S.177. 88 Pfusterschmid-Hardtenstein,S.143. 89 Pfusterschmid-Hardtenstein,S.178. 90 NachPfusterschmid-Hardtenstein,S.144. 91 Pfusterschmid-Hardtenstein,S.151f,dortweitereBeispiele;S.175– 178.
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Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918 Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
Titel
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Untertitel
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
Autor
Engelbert Deusch
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
Abmessungen
17.4 x 24.4 cm
Seiten
736
Schlagwörter
Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
Kategorien
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Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918