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Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918 - Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
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130 Kontrolle Teschenberg an den Hof- und Ministerialrat Fekelfallussy verwiesen. Fekelfallussy beschränktesichausschließlichaufRumänien.DieKlagenbezogensicherstensauf dieHandhabungdesPasswesensunddieFragenachdenAufenthaltsscheinenund zweitensaufdieFragenachderAusbürgerungvonUngarn,welchedierumänische Regierung nicht selten mit unlauteren Mitteln zu erzwingen trachtete. Wenn die Expatriierung nicht in vollkommen korrekter Form erfolgte, hatten die Konsuln sieweiterhinalsösterreichisch-ungarischeUntertanenzubehandeln.Beimdritten undletztenPunkt,denZollschikanenimkleinenGrenzverkehrmitSiebenbürgen, waren der Ministerialrat und der Ministerpräsident erregt. Ungarn wollte rasche Berichterstattung,umrechtzeitigGegenmaßnahmenergreifenzukönnen. Da der Handelsminister abwesend war, musste er zum Staatssekretär v. Matle- kovics gehen. Nach Matlekovics gab es im ungarischen Handelsministerium kei- nen Grund zur Beanstandung des derzeitigen Konsulatswesens. Mit dieser Mei- nungwarereheralleinstehend. Die Kritik ging nicht von den Ministerien aus, sondern kam vom streitbaren Dr.Falk inBudapest.329 6.10.1 Sprachkenntnisse Teschenberg musste feststellen, dass im Generalkonsulat Konstantinopel kein Funktionär Ungarisch beherrschte, obwohl häu g Zuschriften in magyarischer Sprache von ungarischen Behörden dort eintrafen. Solche Schriftstücke wurden über die k.u.k. Botschaft an das k.u.k. Dragomanat zur Übersetzung weitergelei- tet.Indenk.u.k.ÄmternvonEdirne,Sulina,TulceaundNiš konntekeinBeamter Ungarisch; in Ruse beherrschte der Dragoman diese Sprache nur unvollkommen. ImKonsulatSulinaverstandmanauchkeinDeutsch.VerwundertstellteTeschen- berg fest, dass der Leiter des k.u.k. Amtes in Edirne, Konsul Cingria, ein Beamter der alten Schule, der aus dem Kanzleifach übernommen wurde, kein Türkisch ver- stehe,woimVerkehrmitdenBehördendieKenntnisdertürkischenSprachenoch immer als ein wesentliches Erfordernis rascher Abwicklung der Amtsgeschäfte be- trachtet werden musste.330 Die Zuschriften aus den österreichisch-ungarischen Kolonien erfolgten nicht nur in magyarischer Sprache, sondern auch auf Italie- nisch, Kroatisch, Serbisch oder einer anderen Sprache der Monarchie. Da nicht in jedem untergeordneten Amt jedes Schriftstück übersetzt werden konnte, ver- gingen in einzelnen Fällen Monate, bis Übersetzungen angefertigt wurden und 329 TeschenberganAußenministerKálnoky,Budapest,22.Mai1883,Privatschreiben.ARF8/I. 330 ARF8/I.
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Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918 Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
Titel
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Untertitel
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
Autor
Engelbert Deusch
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
Abmessungen
17.4 x 24.4 cm
Seiten
736
Schlagwörter
Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
Kategorien
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Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918