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Vor 1918
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918 - Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
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TeschenbergsInspektionsreise 131 Reaktionen folgten. Teschenberg regte an, dass untergeordnete Ämter Deutsch korrespondierensollten.DasungarischeHandelsministeriumkorrespondiertemit demKonsulatRuse indeutscherSprache. 6.10.2 EinschränkungderSonderrechte Im damaligen Bulgarien und in Ostrumelien versuchten die Behörden die Kapitu- lationen, die noch aus der Zeit des Osmanischen Reiches stammten und fremden Staatsangehörigen Sonderrechte einräumten, einzuschränken und Steuern einzu- heben. Klagen über die Steuerverhältnisse existierten in Vidin, So a, Varna und Ruse. Bulgarische Behörden schikanierten nicht nur mit Staats- und Munizipal- steuern, sondern behinderten den österreichisch-ungarischen Handel. Nur in So- a konnte wirksam dagegen eingeschritten werden. Der Generalgouverneur von Ostrumelien berücksichtigte Einsprüche eher als Bulgarien, weil er Bundesgenos- sen brauchte. In Vidin waren die Kapitulationen dagegen noch voll in Geltung. Das k.u.k. Konsulat übte hier noch seine unbeschränkte Jurisdiktion über ös- terreichisch-ungarische Untertanen aus, ebenso die Passpolizei. Bei Ansuchen um Amtshilfe war die Zusammenarbeit mit bulgarischen Behörden unbefriedigend. Die österreichisch-ungarische Handelskammer in Konstantinopel lehnte es aus- drücklich ab, Auskünfte über die Kreditfähigkeit türkischer Firmen zu geben. Das dortige Generalkonsulat besorgte das vorsichtig. Inkassoaufträge kamen in dieses sehr selten, wurden aber abgelehnt, wenn es sich um fremde Untertanen handelte. Vom Konsulat Edirne wurden Inkassos bereitwillig angenommen. Da das Konsu- lat Ansehen genoss, waren Inkassos auch bei türkischen Untertanen fast immer erfolgreich. Zu kurze Dienstzeiten an einem Ort waren ungünstig für den Handelsstand. Deshalb sollten in Belgrad die maßgeblichen Persönlichkeiten nicht zu rasch ge- wechselt werden, weil sonst keine große Vertrautheit mit den handelspolitischen Platzverhältnissenentstehenkonnte.DerSchriftverkehrmitdemKonsulat inBel- grad war enorm. Vom 1. Jänner bis zum 15. Mai 1883 waren im Einlauf 4.021 Geschäftsstückeverzeichnet. 6.10.3 WeitereBeobachtungen Die Verbindung von Konsulargeschäft mit diplomatischer Agentie in So a sollte nach Teschenberg gelöst werden. Die österreichisch-ungarische Kolonie, in der es radikalsozialistische und panslawistische Elemente gab, hatte ein unerfreuliches Verhältnis zum Leiter des Generalkonsulates von So a, Frhr. v. Biegeleben, woran einigeKonsularfunktionäremitschuldiggewesenseindürften.DieKoloniemachte
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Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918 Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
Titel
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Untertitel
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
Autor
Engelbert Deusch
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
Abmessungen
17.4 x 24.4 cm
Seiten
736
Schlagwörter
Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
Kategorien
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