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Biogra en 185
in Meran mit Johanna Borgfeldt geb. Semler (1855 1935), Witwe des Millionärs
und Handelshausbesitzers Georg Borgfeldt (1833 1903), die eine Liegenschaft
im Wasserkurort Kaltenleutgeben besaß. Nach der Heirat wurde dort eine bedeu-
tende Kunstsammlung angelegt. Durch Kriegseinwirkung im Zweiten Weltkrieg
gingen von 594 Objekten 400 verloren. Ein Teil der Gemälde be ndet sich heute
in der Gemäldegalerie der Wiener Akademie der bildenden Künste. Testamenta-
risch vermachte Hoenigschmied seinen Besitz in Kaltenleutgeben einschließlich
seiner Aktien (40.000 holländische Gulden) dem Taubstummeninstitut in Wien.
Die Gerüchte über seine Mitarbeit beim Geheimdienst dürften mit seiner Tätig-
keit inderChiffreabteilungzusammenhängen.
Veröffentlichungen: Veröffentlichung eines Kommentars zu Goethes Westöstlichem Di-
wan(1935)(NachScharsching,S.134).
Alexich,Georg414
V:GeorgAlexich,Generalmajor;M:Charlotte,geb.Hager;
*14.Sept.1893Wien;Rel.: röm.-kath.; 15. Juli1949,WashingtonD.C.;
Konsularakademieabsolviert,3.März1917;KonsularattachébeigleichzeitigerZu-
teilung zum Generalkonsulat in Zürich, 16. März 1917; beeidet, 26. März 1917;
DA in Zürich 29. März 1917; im gleichen Jahr auch aushilfsweise Verwendung
bei der Gesandtschaft in Bern; nach St. Gallen versetzt, Erlass v. 29. Dez. 1917;
DA 31. Jänner 1918; zum Konsulat in Dresden versetzt, Erlass v. 21. Aug. 1918;
wegen Grippe DA erst 16. Sept. 1918; ersuchte im April 1919 um Aufnahme in
den deutsch-österreichischen Staatsdienst; nach seinem Eintreffen aus Dresden in
Wienam18.April1919Dr.FranzKlein(Ministera.D.)zurDienstleistungzuge-
wiesen; imNov.1919alsKuriernachBerneingesetzt;VK1919;Heiratam3.Dez.
1919 am Standesamt in St. Gallen mit Frl. Erna Brettauer (*28. Mai 1890) Ehe
wurde im Jänner 1935 für ungültig erklärt; 1919 erhielt Alexich eine sehr gute
Dienstbeschreibung (NAR F 4/272): Sprachbeherrschung in Wort und Schrift:
Englisch, Französisch, Ungarisch, spricht und versteht: Serbokroatisch und Pol-
nisch; VK Alexich wurde Leiter der neuen Passstelle in Bratislava; DA 10. Febr.
1920; nach Umwandlung dieses Arbeitsplatzes in ein Konsulat wurde er mit der
Gerenz betraut, Verständigung mit 12. Sept. 1921; Vertreter des Außenministeri-
umsbeimSekretariatfürdieKonferenzderUnionParlementaireinWien,Anfang
Juli Anfang Aug. 1922; dann wieder in Bratislava; Konsul, Erlass v. 28. Nov.
1924; mit Erlass vom 30. April 1928 von der Leitung in Bratislava entbunden
und vorübergehend mit der Leitung der Gesandtschaft in Rio de Janeiro betraut;
während der Leitung der Gesandtschaft war er berechtigt, den Titel eines Lega-
414 NARF4/6,212,340;AdK116,S.65;Jb.1917,S.215.
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Titel
- Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
- Untertitel
- Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Autor
- Engelbert Deusch
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- Abmessungen
- 17.4 x 24.4 cm
- Seiten
- 736
- Schlagwörter
- Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918