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Biogra en 265
Fillunger,Hans572
V: Johann Fillunger, Oberingenieur der Nordbahn in Wien (1848 1917); M: Clemen-
tine,geb.Umfahrer(1855 1892);
*1.Dez.1881,Wien;Rel.: röm.-kath.; 2.Mai1964,München;
dieKonsularakademieabsolviert,1901 1906;denk.k.GerichtsbehördeninWien
zur judiziellen Praxis zugeteilt, 16. Juli 1906; Leutnant in der Reserve, 1. Jänner
1907; dem Generalkonsulat in Shkodër zur Dienstleistung zugeteilt, 21. Jänner
1907; DA am 17. Febr. 1907; Konsularattaché, 5. Dez. 1907; beeidet, 18. Dez.
1907; VK, 26. Juni 1909; zur interimistischen Gerenz des Generalkonsulates in
Saloniki versetzt, 20. Okt. 1909; DA am 8. Nov. 1909; in den nichtaktiven Stand
der k.k. Landwehr übersetzt, 31. Dez. 1910; dem Konsulat in Alexandrien zuge-
teilt, 1. Febr. 1911; DA am 5. März 1911; nach Odessa versetzt, 24. Febr. 1912;
DA am 29. April 1912; nach Kriegsausbruch durch russische Lokalbehörden am
6. Aug. 1914 verhaftet; Selbstmordversuch; Entlassung aus dem Petersburger Ge-
fängnis am 15. Febr. 1915; über Stockholm nach Österreich zurückgekehrt; nach
einem Sanatoriumsaufenthalt dem Generalkonsulat in München provisorisch zu-
geteilt, 20. April 1915; DA am 4. Mai 1915; Konsul, 28. Jänner 1916; Kriegs-
kreuz für Zivilverdienste II. Klasse, 31. Aug. 1916; seines Dienstes in München
enthoben mit Wirksamkeit vom 30. Jänner 1919; in den Stand der Verfügbar-
keit versetzt, Erlass vom 28. Febr. 1919; Redakteur der Reichspost ; Mitglied
der österreichischen Delegation für die Verhandlungen von Saint-Germain; pen-
sioniert mit 31. Aug. 1919, weil ihn zwei Sozialisten ablehnten. Da die Pension
nicht ausreichte und Fillunger durch den Krieg sein gesamtes Vermögen verloren
hatte,brachteersichdurchGelegenheitsarbeitendurch:Zündhölzchenhandelam
Wiener Westbahnhof und Koffertragen; Dolmetsch der österreichischen Seite bei
der Abstimmungskommission in Klagenfurt vom 8. Mai 7. Aug. 1920; vorzei-
tige Abberufung wegen Differenzen mit dem Leiter des Kohlenbüros in Oppeln
(Oberschlesien), Monsieur Caillol tatsächlicher Grund war ein Artikel in der
Reichspost, den er mit vollem Namen unterschrieben hatte, in dem er dem eng-
lischen Leiter der Kommission parteiisches Vorgehen zugunsten der Jugoslawen
vorgeworfenhatte.
1920interimistischimFinanzamtverwendet sicherbisEndeJänner1921;im
April 1921 hatte er seinen ständigen Wohnsitz vorübergehend nach Heidenheim
a. d. Brenz in Württemberg (Voith-Werke) verlegt; 1921 schrieb F. Zeitungsar-
tikel im München-Augsburger Abendblatt; da er in einem Vortrag in München
über seine Notlage nach dem Zusammenbruch erzählt hatte und als österreichi-
scher Konsul a. D. als Redner beim Andreas Hoferbund und beim Bayernbund
572 NARF4/34;AdK116,S.39.NPA425.Jb.1917,S.265f.SterbedatumlautfreundlicherAus-
kunftdesStadtarchivsMünchen,ArchivarTeyke:StandesamtMünchenII,1305/64.
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Titel
- Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
- Untertitel
- Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Autor
- Engelbert Deusch
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- Abmessungen
- 17.4 x 24.4 cm
- Seiten
- 736
- Schlagwörter
- Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918