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Biogra en 497
Fortschritte; da Wien diesem Ansinnen nicht entsprach, konnte der Amtsleiter
des Generalkonsulates in Berlin im Juni 1897 nach entsprechender Ermahnung
Fleiß, Eifer und Dienstbe issenheit feststellen; seine Beurteilung über den Zeit-
raum von 1896 bis Ende 1898 durch Konsul Külley: Befähigung im Allgemeinen
gut, nur wird die Betätigung seiner Fähigkeiten durch Ängstlichkeit und Zaghaf-
tigkeit im Wesen eher beeinträchtigt, denn gefördert. Selbständigkeit des Urtheils
vorhanden, durch Ängstlichkeit eingeschränkt. Genauigkeit und Eifer im Dienst
istaußerordentlichanerkennenswert.
Qualität des mündlichen u. schriftlichen Ausdruckes: beides gut, wenn auch
bisweilenetwasumständlich.
Sonstige Kenntnisse: befasst sich mit schriftstellerischen Arbeiten, doch ohne
PräjudizhinsichtlichderErfüllungseinerdienstlichenObliegenheiten.Inganzau-
ßerordentlichemMasseverlässlich.
Mit der Leitung des Vizekonsulates in Craiova betraut, 6. Nov. 1898; wurde
in Berlin am 15. Dez. 1898 seines Dienstes enthoben und trat sofort die Reise
nachCraiovaüberWienan;AmtsübernahmeinCraiovaam22.Dez.1898;erhielt
die mit dem Bild Kaiser Franz Josephs und Wahlspruch gezierte kleine goldene
Medaille, 14. Mai 1899 (1899 wurde an den Vater des Vizekonsuls der erbliche
Adelsstand verliehen); Konsul, 8. Dez. 1899; ersuchte Ende Dez. 1901 um Ab-
berufung aus Rumänien in ein besseres Klima, um nach Ausheilung einer Lun-
genkrankheit nicht wieder zu erkranken; als Geschäftsleiter zum Generalkonsulat
Frankfurt am Main versetzt, 23. Dez. 1901; DA als Geschäftsleiter am 24. Febr.
1902; von Anfang an gab es Gesundheitsprobleme, deshalb ersuchte er im Aug.
1903 um Versetzung in die Zentrale (= Außenministerium in Wien); da keine
Stellefreiwar,wolltemanihnnachSirosschicken,woeinVorgängerseineLungen-
krankheit ausheilen konnte; über eigenes Ersuchen wurde er am 5. Febr. 1904 in
Frankfurt beurlaubt; da eine Stelle in Wien nicht möglich war, ersuchte er Anfang
März1904mündlichumDienstenthebung;derAustrittausdemVerbandderk.k.
Landwehrbewilligt,9.Juni1904;indenbleibendenRuhestandversetztbeigleich-
zeitiger Verleihung des Titels und Charakters eines Generalkonsuls II. Klasse am
18. Juni 1904. Am 26. Juli 1914 bot Peez dem Außenministerium kostenlos seine
Arbeitskraft an (sein Gesundheitszustand würde täglich 4 5 Stunden erlauben),
wurdeam30.Juli1914abgelehnt.
Veröffentlichungen: Friesach geschichtlich und topographisch beschrieben. (Klagenfurt)
1881; Die Heirathspolitik der Dynastie Habsburg-Lothringen. Wien 1883; Mostar und
sein Culturkreis. Leipzig 1891; Aufsatz über den deutsch-englischen Wettbewerb. 1897;
Peez, Carl u. Joseph Raudnitz, Geschichte des Marien-Theresien-Thalers. 1898; Drei
volkswirtschaftliche Aufsätze. Selbstverlag, Wien 1909; Tizians schmerzensreiche Ma-
donnen. 1910; Vom Balkan zum Libanon. Selbstverlag, Wien 1911; Zur Charakteristik
derTürken.In:ÖsterreichischeMonatsschriftfürdenOrient,Januar Juni1916,S.140
142; Ein türkischer Großvezier aus Graz. Selbstverlag, Wien 1916; Die kleineren Ange-
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Titel
- Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
- Untertitel
- Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Autor
- Engelbert Deusch
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- Abmessungen
- 17.4 x 24.4 cm
- Seiten
- 736
- Schlagwörter
- Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918