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Biogra en 595
wurde er vor dem 30. Sept. 1905 abberufen; Berger-Waldenegg informierte den
Onkel über Ursachen der Abberufung, die dieser wieder dem Neffen zukommen
ließ; das Außenministerium war mit dem Wunsch von VK Schwegel aus seiner
Eingabevom30.Sept.1905einverstanden,seineAbreiseausKapstadtnochzuver-
schieben bis höchstens 1. Dez. 1905; am 13. Nov. 1905 reiste er aus Kapstadt ab;
im Jb. steht abberufen, 11. Dez. 1905; dem Generalkonsulat in Saloniki zugeteilt,
19. Juli 1906; DA 21. Aug. 1906; dem Generalkonsulat in New York zugeteilt,
30. Sept. 1907; Oberleutnant im nichtaktiven Stande der k.k. Landwehrkavalle-
rie, 1. Nov. 1908; Konsul, 30. Jänner 1909; mit der interimistischen Gerenz in
Montreal betraut, 6. Juli 1909; zur Aktivierung und Leitung des neu errichteten
Konsulates in Winnipeg berufen, 11. Okt. 1909; nach schweren Vorwürfen über
seine unausgeglichene Menschenbehandlung bei der Amtsführung begannen im
August 1910 unter Ausschaltung der österr.-ung. Botschaft in London Erhebun-
genvomGeneralkonsulat inMontreal,diezuseinerDienstenthebungam17.Dez.
1910 führten; auf Anweisung aus Wien hatte er in New York auf weitere Ent-
scheidungen zu warten, weil man seine Rechtfertigung abwarten wollte; im Erlass
v. 31. Dezember 1910 wurde die Enthebung als
Urlaub ab 18. Dez. 1910 dekla-
riert(mitEntzugv.Zulagen);dieEnthebunginWinnipegwurdenachträglichvom
Kaiser zur Kenntnis genommen, 22. März 1911 (im Jb. steht unter diesem Datum
von der Verwendung in Winnipeg enthoben ); möglicherweise hing sein gereiz-
tes Wesen mit seinen Magengeschwüren zusammen oder sie waren die Folge von
Aufregungen; im Juli 1911 suchte er das Sanatorium für Stoffwechselkrankheiten
Dr. Wigger in Partenkirchen (Bayern) auf; über Ansuchen stellte das Ministe-
rium sogar einen Beitrag für die Kosten in Aussicht; seit seiner Absetzung gab es
eineReihe vonRechtfertigungsschreiben, indenen ersichals verfolgtesOpfer von
LukesundHanndarstellte,undBefürwortungen,besondersvonseinemOnkel,de-
nen Briefe des Betroffenen folgten, in denen erklärt wurde, dass ihm dies peinlich
sei und er nicht darum ersucht habe; mit der Leitung des Konsulates in Denver
betraut, 23. Jänner 1913; DA 12. Mai 1913; zur Leitung des Honorarkonsulates
in St. Louis berufen, 8. März 1914; DA 10. Juni 1914; Amtstätigkeit dort einge-
stellt, 8. April 1917; Rittmeister i. d. Reserve, 1. März 1915; im Juli 1917 erklärte
Schwegel (trotz seines Alters!), frontdiensttauglich zu sein; im Sept. 1917 ging er
andieBalkanfrontabundwurdeder20.GebirgsbrigadeinAlbanienzugeteilt;GK
II. Klasse, AE v. 20. Juli 1918; erhielt mit AE v. 5. Sept. 1918 für tapferes Verhal-
ten vor dem Feinde das Militärverdienstkreuz III. Klasse mit Kriegsdekoration
undSchwerternverliehen;AbgeordneterzumjugoslawischenParlament1920 ?.
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Titel
- Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
- Untertitel
- Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Autor
- Engelbert Deusch
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- Abmessungen
- 17.4 x 24.4 cm
- Seiten
- 736
- Schlagwörter
- Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918