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GKII.Klasse,2.Dez.1901; indasAußenministeriumzurDienstleistungeinberu-
fen, 25. Juni 1903; Austritt aus dem Verband der k.k. Landwehr, 31. Dez. 1904;
1906 Leitung des Departements 10 übertragen; war für den weiteren Ausbau des
ö.-u. Konsularnetzes in Staaten, die über nennenswerte Auswanderungskolonien
aus Österreich-Ungarn verfügten, wie Argentinien, Brasilien, das Deutsche Reich,
Mexiko, die Schweiz und USA; schloss bzw. stufte Konsularämter in der Levante
herab; erreichte 1913 die Einführung einer Tropenuniform für Konsularbeamte.
GK I. Klasse, 29. Jänner 1907; Ritter des Leopold-Ordens, 30. Nov. 1908; in die
IV. Rangklasse befördert, 22. Jänner 1911; Ritter des Ordens der Eisernen Krone
II.Klasse,30.Dez.1913;GKI.Klasse(IV.Rangklasse),abFebr.1916;Kriegskreuz
für Zivilverdienste I. Kl., 31. Aug. 1916; für 1917 1918 Passierschein zur Reise
nach St. Moritz und Davos; von der Republik Österreich weiterverwendet; über
eigenes Ansuchen am 31. Mai 1922 mit Dank und Anerkennung in den dauern-
denRuhestandversetzt.
Soreti´c,FranzRittervon1160
*1825,Osterz(Militärgrenze); 4. Juli1888,GolettabeiTunis;
Gymnasiumsbesuch in Karlstadt, Graz und Wien; ab 1844 Philosophie-, später
Jusstudium in Wien; das juridisch-politische Studium 1849 beendet; wurde am
14. Aug. 1849 mit einem ao. Adjutum (300 ./Jahr) beim k.k. Militärappellati-
onsgericht in Wien als Auditoriatskandidat vereidigt; mit Dekret des Handelsmi-
nisteriumsv.5.Mai1850zumVizekanzlerdesKonsulates inBelgradernannt;mit
Dekret v. 21. Nov. 1852 dort Kanzler; Heirat im März 1856 mit der Tochter des
GK Radossavlievits in Belgrad; mit Dekret v. 22. Aug. 1856 zum Generalkonsulat
in Sarajevo versetzt; hat nach dem Ableben von Dr. Atanaskovic´ provisorisch das
Generalkonsulatvom3.Febr. 28.Juli1857geführt,trotzmusterhafterAmtsfüh-
runglehnteWienfürdieseZeitdieZahlungeinerFunktionszulageab;DrAtanas-
kovic´ erhielt das erste öffentliche feierliche christliche Begräbnis in Sarajevo seit
der türkischen Eroberung dies war allerdings ein Erfolg des französischen Kon-
sularvertreters;nachWurzbachwareseinVerdienstvonSoretic´;nachdergleichen
Quelle erreichte er für die Christen die Verlegung des Wochenmarktes in Sara-
jevovomSonntagaufeinenWochentag;VKinBitola,Dekretv.10. Juni1859; im
Juli1861interimistischzurGerenznachKonstantinopelberufen;wirklicherKon-
sul inKonstantinopel,Reskriptv.16.Aug.1862;DA31.Aug.1862;RitterderEi-
sernen Krone III. Klasse, 13. Febr. 1865; Ritterstandsdiplom vom 18. Sept. 1865;
alsKonsulerreichteerinKonstantinopeldasDepositumdesgroßenNachlassesdes
Theodor Baltazzi (100 Millionen Piaster!) zu Gunsten der minderjährigen Nach-
kommen,welchedemÄrardurchdie1%KonsulargebührdiebedeutendeSumme
1160 ARF4/322;WZv.6. Juli1888;WurzbachBd.36,S.19 21.
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Titel
- Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
- Untertitel
- Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Autor
- Engelbert Deusch
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- Abmessungen
- 17.4 x 24.4 cm
- Seiten
- 736
- Schlagwörter
- Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918