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624 DieKonsuln
kret v. 15. März 1877; zum Generalkonsulat Beirut, Dekret v. 3. Sept. 1878; DA
28.Okt.1878;VK,Mai1879;VersetzungzumKonsulatKonstantinopel,Weisung
v.29.April1882;DA28.Juli1882;zumGeneralkonsulatSo a,DA8.Mai1883
1884; wirklicher Konsul in Tulcea, AE v. 30. Juni 1884; DA 22. Nov. 1884; interi-
mistische Leitung des Generalkonsulates So a, 9. Aug. 24. Dez. 1885; mit Erlass
v.31.Jänner1886vonTulceazurinterimistischenGerenzdesKonsulates inVidin
berufen; deshalb Tulcea am 19. Febr. 1886 verlassen; Leiter des Generalkonsulates
inPlovdiv,AEv.29.Dez.1886;DA8.März1887;dortbis1890.
Steindl,AntonRittervonPlessenet1179
V: Ignaz Johann Franz Steindl (*12. Dez. 1760, Wien), Dragoman und Postamtsdirektor
an der Internuntiatur in Konstantinopel; M: Sophia, geb. Aide-Maronitin (kath. Syrerin)
ausAlep;
*9.Okt.1811,Konstantinopel; 27. Jänner1864,Graz;
Stiftling der Orientalischen Akademie, 1823 1831, ab 1826 auf einem Freiplatz;
1831RückkehrinsElternhausnachKonstantinopel;DolmetschgehilfebeiderIn-
ternuntiatur, AE vom 15. Sept. 1832; zeichnete sich in der orientalischen Krise
(1839/41 im Kon ikt zwischen Mehmet Ali von Ägypten und dem Sultan)
aus: es gelang ihm, die Bewohner des Libanon, vorwiegend Maroniten, von der
ägyptischen (= französischen) auf die türkische (= österreichische) Seite zu zie-
hen. Seine Abstammung und die Verteilung der von österreichischen Katholiken
für die bedrängten Glaubensgenossen im Libanon gesammelten Gelder spielten
eine wichtige Rolle; dritter Dolmetsch der Internuntiatur in Konstantinopel mit
1.500 ./Jahr, AE v. 12. Aug. 1841; Heirat am 15. Sept. 1842 in Bujukdere mit
Henrica Rosalia von Lackenbacher (*1818); zweiter Dolmetsch und Delegierter
derInternuntiaturbeimtürkischenSanitätsrat(3.000 ./Jahr),AEv.30.Juli1846;
am 6. Sept. 1848 brannte sein Wohnhaus in Konstantinopel ab; nach einem Aus-
hilfsansuchenundBefürwortungerhielter imJänner1849einenzusätzlichenhal-
benJahresgehalt(=1.500 .)angewiesen;KonsulinSaloniki,AEv.18.März1850;
interimistischAmtsleitervonMaibis26.Dez.1850;ab30.Dez.1850inKonstan-
tinopel: erster Dolmetsch bei der Internuntiatur bis 1854; 1852 war er als Präses
der österreichischen Kommission maßgeblich an der Revision des österreichisch-
türkischen Zolltarifs beteiligt; bewährte sich ein Jahr später anlässlich der Mission
desFeldmarschall-LeutnantsGf.ChristianLeiningen-WesterburgalsMittelsmann
zwischen dem Sondergesandten des Kaisers und dem ottomanischen Ministe-
rium, wobei der volle Erfolg des österreichischen Säbelrasselns 1180 gewiss auch
durch seine unüberbietbare Kenntnis der Verhältnisse an der Hohen Pforte mit-
1179 ARF4/328;Wandruszka,S.449 464.Rathkolb,S.539.
1180 Srbik,S.63.
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Titel
- Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
- Untertitel
- Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Autor
- Engelbert Deusch
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- Abmessungen
- 17.4 x 24.4 cm
- Seiten
- 736
- Schlagwörter
- Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918