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Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918 - Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
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636 DieKonsuln garisch und französisch gut und geläu g; latein, italienisch und englisch etwas. Schreibt deutsch, serbisch, ungarisch und französisch gut und korrekt; latein, ita- lienisch und englisch mittelmäßig“ (aus seiner militärischen Beschreibung); 1848 Abgeordneter im ungarischen Reichstag, wurde Führer der serbischen Partei; im April 1848 wurde nach dem Verlangen serbischer Rechte vom ungarischen Mi- nisterium über die von Serben bewohnten Gegenden der Belagerungszustand ver- hängt, was zu Ausschreitungen führte. Von Neusatz aus organisierte St. den Wi- derstand der Serben, berief für den 1. Mai 1848 den Kongress der Serben nach Karlowitz (Sremski Karlovci) ein; 5. Mai 1848: Aufstellung eines Zentralregie- rungsausschusses, St. wurde Präsident; 7. Mai 1848: dieser Ausschuss wurde zur einzigen obersten Verwaltungsbehörde der serbischen Wojwodschaft erklärt und alle vom ungarischen Ministerium abhängigen Ämter suspendiert; 24. Mai 1848 AufrufzurVerteidigungderserbischenRechtemitWaffengewalt.St.,vondenSer- ben zum General ernannt, konnte durch geschickte Verteidigung ab 14. Juli 1848 den zahlenmäßig überlegenen ungarischen Truppen Niederlagen zufügen, ebenso imAugust,woseinOberbefehlvomPatriarchenaufdieNationalarmeebeschränkt wurde. Nach einer Niederlage am 11. Sept. 1848 wurde St. vom Patriarchen an- geklagt, seines Kommandos enthoben und nach Karlowitz gewiesen. Nach Aus- söhnungmitdemPatriarchennurmehrVizepräsidentderNationalversammlung; als solcher im Nov. 1848 zur Wiederaufnahme von Verhandlungen an den kai- serlichen Hof gesendet; Ende Dez. 1848 in das Serbengebiet zurückgekehrt, in dem die Ungarn siegreich vorrückten; der Patriarch gab St. wieder den Oberbe- fehl; unter den Freiwilligen, die herbeieilten, waren sogar 1.200 Serben aus dem Fürstentum Serbien; nach Siegen und Vereinigung mit den kaiserlichen Truppen 1849 und in Würdigung seiner Verdienste wurde er am 26. Juli 1849 vom Kaiser zumOberstleutnantinseinemehemaligenHusarenregimenternannt;verfassteim Auftrag des österr. Außenministers Buol-Schauenstein Ende des Jahres 1852 ein Memorandum über Serbien und Montenegro,1194 in dem er die Zusammenarbeit mit den Serben seit Prinz Eugen aufzeigte, die Möglichkeiten der Ein ussnahme und die bisher gemachten politischen Fehler hervorhob, die es den Russen er- leichterten, für Österreich gefährlich populär zu werden. In einer Unterstützung Montenegros gegen die damals drohende Unterwerfung durch die Türkei sah St. eine Gelegenheit für Österreich, den russischen Ein uss zurückzudrängen. Öster- reich wagte diesen Versuch (Unterstützung Montenegros durch geheime Waffen- lieferungen, Geld, Lebensmittel, Instruktoren; Aufmarsch österr. Truppen an der dalmatinischen Grenze und diplomatischer Intervention), musste aber nach 1856 sein Scheiternfeststellen, weilÖsterreich in derAuffassung des Fürstenvon Mon- tenegro durch seine Friedenspolitik eine Gebietserweiterung verhindert hatte. St. war geheimer Instruktor in Montenegro. Heirat am 10. Mai 1854 in Wien mit 1194 BeiDeusch2004,S.142– 152istdasMemorandumabgedruckt.
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Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918 Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
Titel
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Untertitel
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
Autor
Engelbert Deusch
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
Abmessungen
17.4 x 24.4 cm
Seiten
736
Schlagwörter
Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
Kategorien
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Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918