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Multiplizirt man diese Gleichung mitdz und integrirt in Bezug auf z von
0 bis z, so ergiebt sich
z2n−3y= (2n−1)κ2Jn−2(n−1)(1+κ2)Jn−1 +(2n−3)Jn−2
und hieraus
Jn= 1
(2n−1)κ2z 2n−3y+ 2(n−1)(1+κ 2)
2n−1)κ2 Jn−1− (2n−3)
(2n−1)κ2Jn−2. (22)
Diese Gleichung zeigt, dass manJn ausJn−1 undJn−2 berechnen kann.
DanunJ1 dasNormalintegral II.GattungundJ0 dasNormalintegral I.Gat-
tung ist, so kann man J2 aus diesen beiden, J3 aus J2 und J1 u. s. w. be-
rechnen und man erha¨ltJn ausgedru¨ckt durch eine rationale Funktion von z
und y und durch J undu:
J= ∫ z
0 z2dz√
(1−z2)(1−κ2z2), u= ∫ z
0 dz√
(1−z2)(1−κ2z2).
54. Elliptische Integrale III. Gattung nennt man solche Integrale aus einer
rationalen Funktion von y und z, welche logarithmisch unendlich werden,
d. h. welche fu¨r z = a so unendlich werden, wie log(z− a). Ein solches
Integral ist
Π= ∫ z
0 dz
(z−a)y
y= √
(1−z2)(1−κ2z2),
wennavon den Werten1,−1, 1κ,−1κ verschieden ist. Denn entwickeln wir 1y
inderUmgebungvonz=a, so istdieses, sobalddasBlattderRiemann’schen
Fla¨che festgesetzt ist,nur ineinerWeisemo¨glich. Isty= b fu¨rz=a imersten
Blatte, also y=−b fu¨r z=a im zweiten Blatte, so ist:
1
y = 1
b +A1(z−a)+A2(z−a)2 + . . .
dz
(z−a)y= 1
b 1
z−a+A1 +A2(z−a)+ . . .
Î =C+ 1
b log(z−a)+A1(z−a)+ 1
2 A2(z−a)2 + . . . ,
woC eine Konstante bedeutet, die dadurch bestimmt ist, dassΠ=Π1 fu¨r
z= z1 ist, wenn z1 ein Punkt der Umgebung von a ist und
Π1 = ∫ z1
0 dz
(z−a)y.
Einleitung in die Theorie der Elliptischen Funktionen
- Titel
- Einleitung in die Theorie der Elliptischen Funktionen
- Autor
- Karl Bobek
- Verlag
- Druck und Verlag von B. G. Teubner
- Ort
- Leipzig
- Datum
- 1984
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 290
- Schlagwörter
- Mathematik, Math, Ellipsen, Funktionen, Intervall, Integral
- Kategorie
- Lehrbücher