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Else Feldmann: Schreiben vom Rand - Journalistin und Schriftstellerin im Wien der Zwischenkriegszeit
Seite - 68 -
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68 AnfängeaufdemTheater–DerSchrei,denniemandhört! staltenbleibenskizziert,Handlungenverrinnen,Gedankengängewartenauf AbschlußundFolgerung.“193 FehlendeEigenständigkeitbzw.starkeAnlehnunganliterarischeVorbilder werdenalsovonmehrerenSeitenattestiert: „Essindviele literarischeReminis- zenzen,die indiesemDramagewecktwerden[…].EinepapiereneWeltmit kleinenAusschnittendeswirklichenLebens“,194 inderdieAutorin, soesüber eigenesErlebenhinausgeht, ins „Angelesene“195 (KannernenntTschirikoff, ScholemAschsowieGorki)greife.LudwigUllmannsiehtbeiFeldmanneben- fallseinen„dichterischenWillen“amWerk,der„entschiedenzuvielmitPapier zutungehabt“196habe.NebenTschirikoff,Gorki,AschundSudermannwerden vondenzeitgenössischenRezensentennochweitere intertextuelleBezügezu Ibsen,DostojewskiundBirinskiausgemacht.197 InHinblickaufdieWahlderGattunggehtbezeichnenderweiseeineFrau, ClothildeBenedikt,dieFeldmannzwar„starkesTalent“zuschreibt, „dessen Begabungaberkeineswegs inderdramatischenRichtungzu liegenscheint“, von„unglaublichentechnischenUngeschicklichkeiten“198 istdadieRede,mit derAutorinhart insGericht. GanzgegenteiligerMeinungist indieserHinsichtMoritzScheyer,dervon einem„glücklichenAufbau“desStückes spricht, indem„diedramatischen Momente […] in einem sicheren Instinkt für dieWirkungen desTheaters gesteigert [werden]“.199 Wenig später, am3.März1916, richtetClothildeBenedikt einenoffenen BriefanElseFeldmann. InDr.Bloch’sWochenschrift,woFeldmannvier Jahre zuvoreinenArtikelveröffentlichthatte,modifiziert sie ihrUrteilgegenüberder „VerfasserindesaufderWienerVolksbühneerfolgreichaufgeführtenStückes DerSchrei,denniemandhört!“dahingehend,dasssie ihrenVergleichderFigur PamelamitderAutorinselbstzurücknimmt.Angesichts ihrer„achtjährigen, freundschaftlichenBeziehungen“ entschuldigt sie sich darin für die „mehr sachlicheals liebenswürdigeBesprechungIhresStückes“: 193 LudwigUllmann:TheaterundKunst.DerSchrei,denniemandhört! In:WienerMittags- Zeitung15.02.1916.S.  4. 194 HermannMenkes:TheaterundKunst. In:NWJ.Nr.:8006.13.02.1916.S.  16. 195 HeinrichKanner:TheaterundKunst. In:DieZeit13.02.1916.Nr.:4809.S.  3f. 196 LudwigUllmann:TheaterundKunst.DerSchrei,denniemandhört!O.  a.: S.  4. 197 Vgl.: A.  L.ÖsterreichischeVolkszeitung 13.02.1916. S.  8; IllustriertesWiener Extrablatt 13.02.1916.S.  9;Carl,Colbert:DA14.02.1916.S.  4. 198 ClothildeBenedikt:TheaterundLiteratur.DerSchrei, denniemandhört! In:Dr.Bloch’s WochenschriftNr.:8.18.02.1916.S.  131–132. 199 MoritzScheyer:Theater,KunstundLiteratur. In:NeuesWienerTagblattNr.: 44.13.02.1916. S.  21. http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 | CC BY-NC-ND 4.0 © 2021, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, Zeltgasse 1/6a, A-1080 Wien
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Else Feldmann: Schreiben vom Rand Journalistin und Schriftstellerin im Wien der Zwischenkriegszeit
Titel
Else Feldmann: Schreiben vom Rand
Untertitel
Journalistin und Schriftstellerin im Wien der Zwischenkriegszeit
Autor
Elisabth H. Debazi
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21213-3
Abmessungen
15.8 x 23.4 cm
Seiten
306
Schlagwörter
L
Kategorie
Biographien
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Else Feldmann: Schreiben vom Rand