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Else Feldmann: Schreiben vom Rand - Journalistin und Schriftstellerin im Wien der Zwischenkriegszeit
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Raumals„klarsteDokumentierungrealerKräfte“ 231 kurz–wiederzuspüren,gehtsieinderPausezurückzuihreraltenSchule:„Viel schönerwaresdort. Ichwardort schonsogewöhnt. […]Unddabeikonnte ichanunseremfrüherenWohnhausvorbeikommenundsehen,wasdort los war.“Siemussaber feststellen,dass sieauchhiernichtmehrdazugehört: „[…] waswollte ichhier?Was?…UndaufeinmaleinGeschrei–Brüllen–Rufen: ‚LaßmichaufmeinenPlatz!…‘Ichstandjaschonauf.“751 JebedrohterdieExistenzderFiguren,umsowichtigerwirdderpersönliche Raum,derdamiteinemSymbol fürdender jeweiligenPersonzukommenden Platz inderGesellschaftgleichkommt. ObwohlMartha,diewieauchschonihreSchwesterAntoniabeidenNach- barnbereits insGeredegekommenist,weiß,dasses„[a]mbestenwäre[…], vonhier auszuziehen“, kehrt sie auchnach längerenAbwesenheiten immer wiederdorthinzurück:„DieWohnungdaheimistabgesperrt. Ichwarschon langenichtmehrzuHause.Seieswie immer;das istmeinZuhause.“ (MUA 353)RäumlicheFestschreibungundVersicherungdereigenenIdentität stellt LaichsZimmer inderRedaktiondar,das ernachseinemHinauswurfnicht mehrbetretendarf: „‚Könnte ichwieder inmeinZimmer?‘ fragteer, ‚ichhabe früherhiergearbeitet?“(LDM130)ZeichenfürdengelungenenWiedereinstieg insArbeitsleben istdanndieZuweisungeinesneuenArbeitsplatzes:„Eswurde ihmseinPlatzangewiesen, seinArbeitsplatz, seinTisch imZimmer.“ (LDM 215) IneinemFeuilletonüberdieunmittelbarnachKriegsendeherrschendeWoh- nungsnotsprichtFeldmanndieeigeneprekäreLagean: […]auchichsucheeinwarmes,ruhigesZimmerfürmich,woichnachdesTagesArbeit abends ruhig schreibenkönnteundnicht immerwieeinAusgestoßenerbeiBekannten umAufnahmebettelnmüßte–höchstesGlück,wer einArbeitszimmerhättemitLicht undWärme!752 SindeshierWohnungundZimmer, sokommtdemKindbereitseineigener Ort fürpersönlicheDinge–„DasuntersteFachimKastengehörtemir.“753– oder gar ein eigenesBett einemZuwachs anAutonomieundFestigungder eigenenIdentitätalsnunmehr ‚großemMädchen‘gleich: Wieklug,daßdieMuttereinesTagesgesagthatte:‚DasgroßeMädchen,baldvierzehnjäh- rig,mußausunseremSchlafzimmerhinaus.Siekanneinneues,weißlackiertesEisenbett 751 Dies.: IneineranderenSchule. In:ArbeiterWocheNr.:7.22.06.1935.S.11. 752 Dies.: IchglaubeandieMenschen. In:NWJNr.:9351.23.11.1919.S.  7–8.Hier:S.  8. 753 Dies.:AusderKindheit. In:Arbeiterwille26.08.1924.S.  3–4.Hier:S.  3. http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 | CC BY-NC-ND 4.0 © 2021, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, Zeltgasse 1/6a, A-1080 Wien
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Else Feldmann: Schreiben vom Rand Journalistin und Schriftstellerin im Wien der Zwischenkriegszeit
Titel
Else Feldmann: Schreiben vom Rand
Untertitel
Journalistin und Schriftstellerin im Wien der Zwischenkriegszeit
Autor
Elisabth H. Debazi
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21213-3
Abmessungen
15.8 x 23.4 cm
Seiten
306
Schlagwörter
L
Kategorie
Biographien
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Else Feldmann: Schreiben vom Rand