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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
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3.4 Briefe1941 Vielleicht kann man morgen baden. Der Bernau kommt dieses Jahr erst im Juli. Bei den Janningsen bin ich hin und wieder, aber nicht allzu oft. Beider Jula ist dasEssen rechtgut.Abends lese ichStifter, undOssian undsolcheSachenundschlafebaldein.MeinHĂ€schen, ich freuemich, dass Du Dich zu gewöhnen anfĂ€ngst, aber bis Du Dich wirst gewöhnt haben,wirstDu jawiederabreisen–AnwelchemTagreisestDu?Das LiebsteundSchönste! St.W.,d.30.Mai1941. N. 77)AnMariaCharlotteSweceny,St.Wolfgang,3.6.[1941] M.l.H., ich schreibeDirdiesesBrieferl nochnachFranzensbad, –viel- leicht kriegst Du’s dort noch, vielleicht muss es Dir schon nach Wien nachgeschicktwerden.WiedochdieZeitvergeht!Nunist’s schonwieder so weit, dass dieser Brief Dich dort kaum erreicht. Ich bin aber froh, daß, ab morgen, die ZĂŒge wieder besser verkehren, so daß Du also eine bequemere Heimfahrt haben wirst, als vorauszusetzen gewesen ist. – Ichhoffe,Duhast angenehme(d.h.nichtunangenehme)Feiertagege- habt. Hier ist das Wetter sehr schön gewesen. Ich habe gebadet, bin mit demBootgefahrenundeinwenigaufdieBerghĂ€ngegegangen.Heute regnet’s. Ich habe mich, diese beiden Tage, recht erholt. Ich lese jetzt einBuchĂŒberdie Jesuiten.Es ist zwarnichtgutgeschrieben,gibt aber doch einen ungefĂ€hren Begriff. Eigentlich sollte ja der ,Mars im W.‘ nun schongebundensein.Aber ichglaube, er ist nochnicht fertig. Siehaben mir ausgedruckte Bogen geschickt. Darauf steht: Erste bis fĂŒnfzehnte Auflage. Sollten sie tatsĂ€chlich 15000 StĂŒck gedruckt haben? – Was mitden ,Sizilien‘ seinwird,weißmannochnicht. IchhabeNachricht, daßderColbatzkyherumreistunderstMittedieserWochenachBerlin zurĂŒck=|kommen wird. Dann sollen die beiden Guten, er und Suhr- kamp, sich einigen. – Von der Ufa habe ich einen Brief, daß sie meine Vertragsbedingungenannimmt,dasheißt, imWesen[sic!]: daßsiemir im Sommer einen Drehbuchautor herschicken, der das Drehbuch, im Wesentlichen, selber machen wird, und ich werde ihn mit Ezes versehen und ihmdenDialogdiktieren.Nunhandelt sich’s alsodarum,wieden Leuten das Treatment gefĂ€llt. Davon weiß ich noch nichts. In der ,Dame‘ sind die ,Inschriften‘ erschienen, und zwar im Faksimile. Sieht ganz eigenartig aus. Das Tagblatt hat in seiner Pfingstausgabe sogar zwei von den Inschriften ganz spontan nachgedruckt. Ich glaube, der Abdruck 151
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Title
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Subtitle
Briefe 1938-1945
Author
Christopher Dietz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Size
15.5 x 23.5 cm
Pages
468
Categories
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