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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
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3.4 Briefe1941 besser, so doch übersichtlicher geworden ist. Ich habe ziemlich genau herausbekommen,waseigentlich los ist, und ichkanndanachhandeln, – oder vielmehr handeln lassen. Die Dinge können sich sehr schnell entwickelnundandreWendungennehmen. IchhabeallesNotwendige veranlasst. Eshängt,wasgeschehenwird, vonderGeschicklichkeitder Mittelspersonenab, –dienichtungeschickt sind. Ginge alles gut, mein Hase, so wäre es schon sehr schön, wenn Du am28.oder29. kämest. IchwürdedannauchsogleicheinZimmerlein fürDich reservieren lassen, –glaubeaber,dass esdanngenugZimmer gebenwird.Daswäre sehr fein. | WirkönntenSchwämmepflücken,unddieNüssewürdendazuvon den Bäumen fallen. Das Laub, das ja in diesem Jahr so spät herausge- kommenist, istnochganzgrün,undnichteinmaldieLindenfangen,wie inandernJahren,umdieseZeit an, fadenscheinig zuwerden; sondern sie sind jetztnochwie sonst etwa imJuli. Es sind schöneTage, aberes regnetzwischendurchauch,doch istdasnicht schlecht,dennesentsteht aufdieseArt einemildeTemperatur. Mit den historischen Kapiteln in den „Beiden Sizilien“ hatte ich das Unternehmen gemeint, eine Vorgeschichte des Regiments zu erwähnen, welche die moderne Handlung vorbereitet hätte. Oder, mit andern Wor- ten:eshättesich indiesemRegimente, seit1618, ingewissenIntervallen immer wieder das selbe ereignet und die gleiche Situation ergeben, – immerdieWiederkehreinesbestimmtenMotivs,wieetwa ingewissen Familien. Denn auch das Regiment ist, im Sinne der Überlieferung, eine Art vonFamilie.Dochsind–oderwaren–dasunbestimmteGedanken, und ichkannnochnicht sagen,obdieganzeGeschichtenotwendigwäre oder überhaupt hineinpassen würde. Ich prüfe das | Manuskript aber auch noch aus einem andern Gesichtswinkel. Abgesehen davon nämlich, daßessoundsovielePassagenhat,dieeinerkünstlerischenVerstärkung und Belebung noch bedürfen, halte ich die Handlung des Romans für soumfangreich,dass sie, beidergegenwärtigenLängedesBuches, zu gedrängt ist. Der Umfang müßte also, wahrscheinlich, erweitert werden, damit das Einzelne mehr Platz zur Entwicklung bekomme. Es ist das gewissermaßen, als würde ein Wald, dessen Bäume zu dicht stehen, weiter auseinandergepflanzt werden. Aber auch dies ist vorläufig nur eine Vorstellung, von der ich nicht weiß, ob sie zu Recht besteht. Ich mußüberdemManuskript einfach „verweilen“. Ich hoffe, dazu Zeit und Gelegenheit zu haben. Vielleicht wirst Du nunauchverstehen,wasgemeint ist,wenn ich sage,dassmirdieeigene 173
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Title
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Subtitle
Briefe 1938-1945
Author
Christopher Dietz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Size
15.5 x 23.5 cm
Pages
468
Categories
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