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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
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6.3 „RastlosePflichterfüllung“:RichardStein,derVater weiter,wosieu.a. anderbuddhistischenMädchenschuleSanghamitta inGalleunterrichtete.130 Die Lehrtätigkeit in Sri Lanka ist die letzte Spur, die Paula Kemperling hinterlassenhat.Weder imHauptquartierderTheosophicalSociety in Indien noch in den österreichischen und englischen Zweigstellen waren Informationenzu ihremweiterenLebenzueruieren.PaulaKemperling starb 73-jährig am 22. März 1952,131 der Ort ihrer Bestattung ist un- bekannt. Auf dem Wiener Zentralfriedhof begraben sind lediglich ihr (geschiedener)MannHermannund ihrSohnNorman. Dieam1.Mai1882geboreneEmmaStein, genannt „Emmy“,wardie einzige der jüngeren Geschwister Richards, die zeit ihres Lebens im Familienunternehmen arbeitete: „Sie führte bis ins hohe Alter die Debi- torenkontenderAuslieferung.“132 Dort versah sie „[...] ihreObliegen- heiten [...]mitunermüdlicherAusdauerundgrößtemPflichteifer“.133 IhrMann,OskarAdrianvonSax(1877–1950),warebenfalls fürManz tätig: Er betreute die Kunstbuch-Sparte.134 In jungen Jahren war Emma sehr sportlich, sie segelte sogar135 – zur Jahrhundertwende eine für FrauendurchausunüblicheBetätigung. Emmas Neffe Robert Stein hat seiner Tante anlässlich ihres Todes ein imSteinFAerhaltenes „Gedenkblatt“ gewidmet,dasnichtnurhinsicht- lich derPorträtierten, sondern auch hinsichtlichder Rollenverteilungen innerhalb der Familie aufschlussreich ist: Emmy, so Robert Stein, sei die HüterindesGeistesgewesen,den ihrVaterMarkusverkörperthabe. 130 Vgl. C. Jinarajadasa: Services of Colonel Olcott for Buddhism. In: Theosophist Magazine Feb. 1951–Oct. 1951, S. 385–393, hier S.393, und Kumari Jayawardena: The White Woman’sOtherBurden:WesternWomenandSouthAsiaDuringBritishColonialRule.New York–London: Routledge 1995, S.290 FN 6: „Some of the Jewish women included a theosophist, Paula Kemperling, née Stein, a refugee from Vienna who came to Sri Lanka around1940and taught inaBuddhist girl school [...].“ 131 Brezinka: ErwinStein, S.243. 132 Mumelter: DieGeschichtedesVerlagshausesManz, S.97. 133 R.Stein:Festrede100JahreManz,S.19. 134 Vgl. Mumelter: Die Geschichte des Verlagshauses Manz, S.97, 150. Oskar von Sax war außerdem„einbegeisterterGeigenspielervon feinstermusikalischerBildung“, soRobert Stein (Robert Stein: Gedenkblatt für Frau Emmy von Sax [1. Mai 1882 – 23. Dezember 1969] [SteinFA]. o.D. [1969], S.3.) und ergänzte sich in dieser Hinsicht gut mit seiner FrauEmma,„dieeineguteKlavierspieleringewesenseinmuß“und„wohlauchgesungen haben[dürfte], denn ihreKenntnisderLiedliteraturwarerstaunlich“ (ebd., S.3f.). 135 Markus F. Stein: Persönliche Mitteilung an den Verfasser (Tonbandprotokoll). Wien. 16. Juli 2009. 365
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Title
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Subtitle
Briefe 1938-1945
Author
Christopher Dietz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Size
15.5 x 23.5 cm
Pages
468
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