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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
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6 MariaCharlotteSweceny:VersucheinesPorträts KommanditgesellschaftUllmann&Co“ inWien,wurdeaberauchdort EndeJuli 1924„abgebaut“.187 NachdieseneherwechselhaftenBerufsanfängennahmWalter schließ- licheineBuchdrucker-Lehreauf,diees ihmermöglichensollte, inden väterlichen Betrieb einzusteigen. Nach absolvierter Gesellenprüfung ar- beitete er schließlich spätestens seit August 1927 bei Manz.188 1928 verbrachteer einVolontärsjahrbeiderDruckereiPreuß inBerlin. Das Sommerhaus in Hochrotherd, das Walter Stein 1938 gemeinsam mit seinerSchwesterLotte erwarb,bildetedas integrativeZentrumdes bereits erwähnten Kreises, dem zahlreiche dem Nationalsozialismus ablehnendgegenüberstehendeFreundeangehörten.189 Sein Sohn Markus Stein beschreibt Walter Stein als „ein[en] – bei hohemPflichtbewusstsein– lebenslustige[n], intelligente[n]Draufgän- ger“190. Seine umfassende Bildung habe sich Walter, der ja keine Univer- sitätbesuchthatte, indensiebenKriegsjahren, indenenerzwangsläufig nur wenig arbeitete, durch Lektüre angeeignet.191 In mancher Hinsicht habeder leichtlebigere,humorvolleWalterdasGegenstückzuseinem pflichtbewussten, dem Vater Richard gegenüber gehorsamen Bruder Robert gebildet. SoverschiedendiebeidenBrüderauchgewesensein mögen: sie waren es, die den Verlag nach dem Tod ihres Großvaters Markus gemeinsam erfolgreich über den Zweiten Weltkrieg und das Nazi-Regimebrachtenund ihnnach1945wiederaufbauten. 1946 heiratete der seit 1933 von seiner ersten Frau geschiedene Walter Juliane Hudelist, genannt Liane (1910–2004), mit der er bereits seit 1943 einen Sohn, Markus Franz Florian, hatte. 1948 kam eine Tochter, Barbara Juliane Maria Charlotte, hinzu. Liane war Besitzerin einer Feinkosthandlung auf der Freyung (Wien I.) und bekannt als „die schönste Greißlerin Wiens“192. Ihr Zugang zu Lebensmitteln erleichterte zahlreichenMitgliedernderFamilieSteindieKriegsjahreenorm. In ihrer undWaltersObhutverbrachteFriedaStein ihre letztenTage. Nach dem Krieg baute Walter Stein die durch Bombenschäden, vor allem aber auch aufgrund von Materialknappheit darniederliegende 187 SoWalter ineinemBrief an seinenVater (BesitzBarbaraNetscher). 188 BarbaraNetscher:PersönlicheMitteilungandenVerfasser (E-Mail).Ronneburg.28.Feb. 2011.DorthatteerbereitsvonMärzbisJuli1921undvonMärzbisJuni1923gearbeitet. 189 Vgl.Kap.6.6.3. 190 Markus F. Stein: Persönliche Mitteilung an den Verfasser (E-Mail). Wien. 1. März 2011. 191 Markus F. Stein: Persönliche Mitteilung an den Verfasser (Tonbandprotokoll). Wien. 16. Juli 2009. 192 Meder/Eiblmayr: HausHoch, S.129(mitAbb.). 376
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Title
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Subtitle
Briefe 1938-1945
Author
Christopher Dietz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Size
15.5 x 23.5 cm
Pages
468
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