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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
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6 MariaCharlotteSweceny:VersucheinesPorträts „einganzzauberhafterMann, einblendenderGesellschafter“beschrie- ben, allerdings habe er einen fatalen Hang zum Alkohol gehabt und sei schließlich „daran zugrunde gegangen“.237 In den ersten Jahren ihrer Ehe wohnte Lotte vermutlich bei ihrem Mann in XII., Wolfganggasse 30, wodieFamilieSweceny ihrenWohnsitzhatte,238 1927übersiedelteman in die Nibelungengasse 1–3 (Wien I.), bis das junge, kinderlose Paar schließlich 1934 eine moderne Wohnung im neuen Hochhaus in der Herrengasse (2.Stiege,8. Stock), in Sichtweitedes Manz-Firmensitzes amKohlmarkt, bezog. Die Architekten Siegfried Theiß und Hans Jaksch hatten das „erste Hochaus Wiens“ 1931/32 errichtet. Der funktionale, subtil in die Stadt- landschaft des Ersten Bezirks eingepasste Bau übte auf Künstler und Intellektuelle eine große Anziehungskraft aus: Hier war komfortables Wohnen inerstklassigerLagezuvergleichsweisegünstigenPreisenzu haben.„DasHochhauswarWohn-undArbeitsplatzvonCabaret-Autoren, Lyrikerinnen, Feuilletonisten und Übersetzerinnen[...]“,239 Grafikern, Schauspielern240 usf.; wer dort, im „ersten wirklich großstädtischen Wohnhauskomplex Wiens“, wohnte, gab damit ein „Statement“ ab.241 Ebenfalls im Hochhaus wohnten zahlreiche Freunde des Paars, etwa derArchitektMaxFellerer242 undseineFrau,dieBühnenbildnerin Erni Kniepert243, Milan Dubrovic244 und seine Frau Erika Kriechbaum;245 außerdemLottesBruderWalterSteinundseinePartnerinundspätere Ehefrau Liane Hudelist (in getrennten Wohnungen). Dubrovic, Chro- lauft [sic!], stundenfuchsen ist fad“ (MariaCharlotteSweceny:BriefkonzeptanHans [A.Vetter] [SteinFA]. o.O. [Wien]. o.D. [Herbst1938]). 237 Markus F. Stein: Persönliche Mitteilung an den Verfasser (Tonbandprotokoll). Wien. 16. Juli 2009.OttoC.Sweceny starbam19.Oktober1969.Einen intensivenUmgang mitNikotinundAlkoholpflegteauchLotteSweceny: „DieLottewareine sehr schöne Frau, aber eine Frau, die Kette geraucht hat, die alles mitgemacht hat, was die Männer mitgemacht haben, an Trinken [...]“ (ebd.). An Lernet schreibt Lotte einmal: „Ich glaube ichbinamRandeeinerNikotinvergiftung“ (undatiertesKonzept, SteinFA). 238 SowohlOttoC. Swecenyals auch sein Vater OttoSweceny sen. (1869–1956) sinddort indieserZeit gemeldet, vgl. Lehmann’sAllgemeinerWohnungs-Anzeiger. 239 Meder/Eiblmayr: HausHoch, S.100. 240 Ein Nachbar Walter Steins im Hochhaus war etwa Curd Jürgens (Markus F. Stein: PersönlicheMitteilungandenVerfasser [Tonbandprotokoll].Wien.16. Juli 2009). 241 Meder/Eiblmayr: HausHoch, S.91. 242 Vgl. S.229,Anm.zuMax. 243 Vgl. ebd. 244 Vgl. S.259,Anm.zuDieMilan-Sache. 245 Dubrovic war allerdings in der Gentzgasse 56 (Wien XVIII.) hauptgemeldet (Lehmann’s AllgemeinerWohnungs-Anzeiger) 386
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Title
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Subtitle
Briefe 1938-1945
Author
Christopher Dietz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Size
15.5 x 23.5 cm
Pages
468
Categories
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