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Im Namen der Emanzipation - Antimuslimischer Rassismus in Ă–sterreich
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5      »IslamgleichProblem« 179 sienichtkennenundauchnichtwollen,kommtzuuns,kriegtdaseinenPlatz unddrängtquasidieEinheimischen,dieschonlängerdasind,dieschonim- merdawaren,zurück.« (D1f) Die Agency rechter Parteienwie der FPÖwird in diesen Fällen als Verstär- kungund Instrumentalisierung vonablehnendenHaltungen inder implizit alsWir-Gruppegekennzeichneten»einheimischen«Bevölkerungdargestellt: Sie»schüren«eine»Urangst« (D1f)undsetzenAngstvordemIslamals»Pro- pagandainstrument«ein(C2m).EinBefragterfasstzusammen:»Dasindein- fachsehrvieleÄngsteentstandenundaufdiesen,mitdiesenÄngstenhaben dann Parteien wie die FPÖ einfach Klavier gespielt.« (F2m) Eine Variation diesesThemas sindAussagen,dienichtdieZahl derMuslimInnen inÖster- reichzumProblemerklärt,sondernderenangeblichfehlendeBereitschaftzur »Integration« indieösterreichischeGesellschaft.Someint einanderer Jour- nalistaufmeineNachfrage,worauferdie (von ihmgenannte)Tatsache,dass dieFPÖsichsostarkaufdasThemastürzt,zurückführt: »Ichwürd’ sagen, einerseits glauben sie [die FPÖ, Anm. B.O.], dass sie ei- ne diffus vorhandene Angst für sich nützen können. Also eine diffus vor- handeneAngst,diedurchausineinergrößerenBevölkerungsgruppevorhan- den istunddie scheinbar zunimmt.Warumnimmtdiezu?Naja,weildoch wahrscheinlich…warumhatSarrazinsBuchsoeinenErfolg?Weil’snatürlich, wahrscheinlich auchobjektiv betrachtet…gewisse (Seufzen) Integrations- defizitegibt,dieauchkaumthematisiertwerden. Ichglaub’das istviel,was rechtenParteiennützt.« (F1m) WasdieVerweiseaufdieFPÖindenInterviewsklarherausstellenist,dassdas Thema›Islam‹und ›Muslime‹ inÖsterreich imAlltagsverstandderbefragten JournalistInnen klarmit der (extremen) politischenRechten in Zusammen- hang gebrachtwird.Darin deckt sich das durch die Interviews gewonnene BildmitdenDarstellungendereinschlägigenForschung.Weiterhinfälltauf, dass sichdieBefragtenzumUmgangderFPÖmitdemThemaausnahmslos kritisch-distanziertbisoffenablehnendpositionieren.Keinerder insgesamt 30codiertenVerweise aufdieFPÖ lässt sichalsdirektpositiveBezugnahme lesen.Durchgängigfinden sich dagegendasMotiv derDistanzierung vonder politischenRechten,vonderFPÖundihrverbundenenParteienundBewegun- gen. So erzählenmehrere JournalistInnen, dass siemit demProblem kon- frontiert sind, dass die eigeneBerichterstattung zumThema Islamvonder FPÖaufgegriffen und instrumentalisiertwird.DafürwerdenRedewendun-
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Im Namen der Emanzipation Antimuslimischer Rassismus in Ă–sterreich
Title
Im Namen der Emanzipation
Subtitle
Antimuslimischer Rassismus in Ă–sterreich
Author
Benjamin Opratko
Publisher
transcript Verlag
Location
Bielefeld
Date
2019
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4982-0
Size
14.8 x 22.5 cm
Pages
366
Keywords
Rassismus, Ă–sterreich, Islam, Moslem, Fremdenfeindlichkeit, Religion
Categories
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