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Im Namen der Emanzipation - Antimuslimischer Rassismus in Ă–sterreich
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5      »IslamgleichProblem« 197 nommenenmoralischenKonsensesder ›eigenen‹Gesellschaftdurchalsmus- limischmarkiertePraxen.Oder,wieeseine Journalistin formuliert: »Also,dasses inWieneinenVereingibt,der sichumjungeMädchenküm- mernmuss,diemitteninWienverheiratetwerden,woLeute,alsoBurschen ausder Türkei kommenundsichdann ihreBräuteaussuchenkönnen.Das wirdniesosein,dassmansagt,okay,das isthalteineandereKultur.Dasist, dasverstehenwireinfachnicht.Dagehtnixzusammen.«(D1f) Es ist auffällig, dass solch deutliche ›Wir-Sie‹-Gegenüberstellungen im ge- samtenMaterialbesondershäufigimZusammenhangmitdemToposderGe- schlechterverhältnisseauftauchen.»Unsere«Wertvorstellungen,»unser«ge- sellschaftlicherKonsenswerdendurchdasmuslimischeGeschlechterverhält- nisherausgefordertodergarbedroht.WirwerdenindenfolgendenKapiteln daraufzurückkommen. 5.3      Zwischenfazit:DimensionendermuslimischenFrage IndiesemKapitelwurdenUmrissedermuslimischenFrageanhandvonfünf zentralenTopoiskizziert,dieausdemInterviewmaterialgewonnenwurden. Sie stellen Dimensionen eines Diskursfeldes dar, das ›den Islam‹ bzw. ›die Muslime‹ als gesellschaftliches Problem artikuliert. ImToposKrieg undTer- rorwurdebesondersdeutlich,welchenEinflussglobalzirkulierendeDiskurs- elemente fürdieAusformulierungdermuslimischenFrage inÖsterreichha- ben.DieGleichsetzungvonMuslimInnenmit›ExtremistInnen‹odergar›Ter- roristInnen‹wird von vielenbefragten JournalistInnenbeobachtet, aber zu- gleich problematisiert.Hier kann eine kritischeDistanzierung von der domi- nantenmedialenDarstellungvonMuslimInnenfestgestelltwerden,dieüber- wiegendalsnegativ,abwertendoderdämonisierenddargestelltwird.DerTo- pos der parteipolitischen Instrumentalisierungwird eindeutig von der rechts- populistischen Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) dominiert. Die FPÖ wirdals einzigepolitischeKraftwahrgenommen,die für sichbeanspruchen kann,dasThemaIslampolitisiertund(negativ) indieeigenepolitischeIden- titätaufgenommenzuhaben.EinEffektdavonist,dassantimuslimischePo- sitionen von den Befragten sehr stark auf rechtspopulistische Politik reduziert werden.Mehrfachwerden die antimuslimischen Positionen der Partei un- terHeinz-Christian Strache als Fortführung oderÜbersetzung einer schon seitden1990erJahrenverfolgtenStrategieverstanden,diesichdamalsgegen
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Im Namen der Emanzipation Antimuslimischer Rassismus in Ă–sterreich
Title
Im Namen der Emanzipation
Subtitle
Antimuslimischer Rassismus in Ă–sterreich
Author
Benjamin Opratko
Publisher
transcript Verlag
Location
Bielefeld
Date
2019
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4982-0
Size
14.8 x 22.5 cm
Pages
366
Keywords
Rassismus, Ă–sterreich, Islam, Moslem, Fremdenfeindlichkeit, Religion
Categories
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