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Anton Kuh - Biographie
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131 hungen abgelagert. Die genannten Herren mögen untereinander um die Palme ringen, wer den ersten Preis verdient, wenn es gilt, Deutsche beschmutzen zu wollen. Die deutschen Studenten aber mögen, wenn ihnen auch die Faust nach der Hundspeitsche zuckt, daran denken, daß aus ihren Reihen Goethe und Schiller, Fichte und Kant, Wagner, Bis- marck und zahllose andere Riesen des Geistes hervorgegangen sind. Sie mögen Tschuppik und Kuh den billigen Ruhm gönnen, auf den Spuren Heines und Börnes zu wandeln. / Nur eine Folgerung mögen die Stu- denten und noch mehr deren Eltern aus solcher Kloaken-Journalistik ziehen: Hinaus mit der Judenpresse aus jedem nichtjüdischen Hause. Hinaus vor allem mit dem ›Neuen Wiener Journal‹! Das Verbreitungs- gebiet der ›Sonn- und Montags-Zeitung‹ ist ja eng begrenzt. Das ›Neue Wiener Journal‹ aber wird besonders von Frauen, von den Müttern der ›Trotteln‹ so gerne gelesen. Hier tut Einkehr und etwas mehr Selbstach- tung not.«52 Karl Sedlak legt nach. Ihm beweisen Tschuppiks und Kuhs Auftreten gegen antisemitische Exzesse vor allem eines: »Daß es mit allen Mitteln angestrebtes Ziel, den dummen Deutschen gegenüber geschickt ver- schleierte Absicht ist, jüdische Diktatur im ganzen deutschen Lande, auf allen Gebieten deutschen Schaffens und Wirkens aufzurichten, deutsches Wissen sich botmäßig zu machen und Hand zu legen auf deutsches Schulwesen, um die einmal ergatterte Herrschaft der Juden über die Deutschen dauernd zu sichern. Und wie sie jetzt wüten, wie sie geifern, alle, nicht bloß jene, die selbst Schüler der Prager deutschen Hochschule sind und dort deutsche Wissenschaft in sich aufgenommen haben, die es ihnen ermöglichte, dann in den Reihen der Deutschen jüdisch für das Judentum zu wirken, auch jene, die in deutscher Sprache ihrer deut- schen Vergangenheit fluchen, wie dieser Anton Kuh, und auch jene, die als Deutsche an der Prager Hochsule studierten, aber, im jüdischen Geiste erzogen, glauben in der Altstadt ein Zentrum deutschen Geistes- lebens erblicken zu müssen, weil Anton Kuh und Emil Kuh an der Lese- und Redehalle deutscher Studenten in deutschen Worten jüdisch geredet und mit deutschen Gebärden für ihre jüdische Sache in deutschen Kreisen geworben haben. Zu welcher Erbärmlichkeit ist doch dieser Karl Tschuppik herabgesunken, der die mannhafte Haltung der Studen- ten die ›Rache des Trottels‹ nennt. Dieser Tschuppik ist ein Bild jenes Deuschen, der von den Juden mit vollem Erfolge für ihre Zwecke er- zogen wurde. Daß auch er aus der Prager Universität hervorgegangen ist, ist schlagender Beweis dafür, daß es für die Notwehr der deutschen Studenten gegen weitere Verjudung ihrer Hochschule höchste, aller- höchste Zeit war.«53
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Anton Kuh Biographie
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Anton Kuh
Subtitle
Biographie
Author
Walter Schübler
Publisher
Wallstein Verlag
Location
Göttingen
Date
2018
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8353-3189-1
Size
13.8 x 22.2 cm
Pages
576
Category
Biographien
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