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Neue Mobilitätskonzepte und autonomes Fahren: Potenziale der
Veränderung188
9.5.4 Zwischenfazit
Vergleicht man verschiedene Varianten des Einsatzes autonomer Fahrzeuge im Carsharing,
ist auf Seiten der Fahrzeugnutzer der Zugewinn an Komfort durch die Automatisierung der
Fahraufgabe nicht grundsätzlich anders als beim privaten Fahrzeug. Auch im Fall von
Carsharing wird die Fahrzeit frei für Beschäftigungen, die sich während der Fahrt mit
einem autonomen Fahrzeug durchfĂĽhren lassen. Der fĂĽr das Carsharing wahrscheinlich
entscheidende neuartige Nutzen entstĂĽnde bei der ZufĂĽhrung des Fahrzeugs zum Nutzer
und dem Ent
fernen des Fahrzeugs nach Abschluss des Nutzungsvorgangs.
Der Perspektive der Nutzer steht die der Betreiber gegenĂĽber, die mit der Automatisie-
rung des Zu- und Wegführens eine erhöhte Nutzungsfrequenz und Gesamtnutzungsdauer
des einzelnen Fahrzeugs realisieren und damit die Rentabilität des Carsharing erhöhen
könnten. Damit würden Unterschiede in der Nutzungsfrequenz, wie sie in Untersuchungen
zum flexiblen Carsharing offenkundig werden, zumindest nivelliert. Derzeit steht die
Nutzungsfrequenz in direktem Zusammenhang mit dem Standort, an dem das Fahrzeug
verlassen wird. Hotspots in Innenstadtbereichen stehen Gebiete gegenĂĽber, an denen die
meisten dort abgestellten Fahrzeuge mehrere Stunden ungenutzt stehen (s. Abb. 9.3). Als
durchschnittliche Nutzungsdauer geben Betreiber derzeit zwischen 62 und 78 Minuten pro
Fahrzeug und Tag an [32]; damit ist das noch offene Potenzial einer zusätzlichen Aus-
lastung der Fahrzeuge beträchtlich.
Kernstädte
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
21% 21%
16% 20%
16%
14%
30%
20%
16%
17%
17%
16%
30%
16%
30%
Verdichtete Kreise Ländliche Kreise mehr als 60 min
46 bis 60 min
31 bis 45 min
16 bis 30 min
bis 15 min
Abb. 9.2 Unterwegszeit fĂĽr Arbeitswege nach Kreistypen (Datenquelle: [1])
Autonomes Fahren
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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