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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Autonome Fahrzeuge und autonomes Fahren aus Sicht der Nachfragemodellierung256 sammenhang festgestellt werden. Bei weiten Wegen und Fahrten in die Stadt zeigen sich für das Valet-Parken Antwortunterschiede in Abhängigkeit von der Haushaltsgröße sowie der Anwesenheit von Kindern. Der Erwerbsstatus2 bedingt fast ausschließlich beim Valet- Parken Unterschiede in den Antworten auf Arbeitswegen, weiten Wegen sowie Freizeit- wegen; bei letzteren gilt dies zusätzlich auch für die Einkommenshöhe. 12.5.3 Was machen wir heute und zukünftig unterwegs? Die Möglichkeit, während der Fahrt einer anderen Betätigung nachgehen zu können, zählt zu den hauptsächlichen Eigenschaften des automatisieren Fahrens aus Nutzungssicht. Gleichzeitig stellen Zeitkosten einen Haupttreiber der Verkehrsmittelwahl in Modellen dar. Abschließend soll daher ein Blick auf Ergebnisse der Befragung hinsichtlich der bisherigen und vielleicht auch zukünftigen Zeitnutzung geworfen werden. Die Probanden wurden zunächst gefragt, welchen Beschäftigungen sie in der Regel bei Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr, der Bahn oder dem Auto nachgehen. Die mit Abstand meistgenannten Betätigungen im öffentlichen Verkehr sind der Genuss der Land- schaft und der Fahrt: 50 Prozent der Befragten geben an, dies im ÖV häufig oder immer zu tun, in der Bahn 66 Prozent. Ähnlich beliebt ist die Unterhaltung mit Begleitpersonen oder anderen Passagieren (ÖV: 42 Prozent, Bahn: 49 Prozent). Es folgen das Hören von Musik, Lesen oder die Entspannung als oft genannte Tätigkeiten. Rund 77 bzw. 69 Prozent der Befragten geben an, nie im Nah- oder Fernverkehr zu arbeiten; knapp 6 bzw. 8 Prozent arbeiten häufig oder immer. Die Antworten zur Arbeit unterwegs unterscheiden sich insbe- sondere im Zug statistisch signifikant nach Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand, Haus- haltsgröße sowie dem Vorhandensein von Kindern im Haushalt. So geben 74 Prozent der Frauen und 63 Prozent der Männer an, im Zug nie zu arbeiten; die Wahrscheinlichkeit, im Zug häufig oder immer zu arbeiten, verdoppelt sich bei einem Nettohaushaltseinkommen von über 2600 Euro gegenüber der Vergleichsgruppe auf rund 10 Prozent. Momentane Hauptbetätigung im Pkw ist naturgemäß die Konzentration auf die Fahrt und die Route. Rund 80 Prozent hören dabei häufig oder immer Musik; rund zwei Drittel unterhalten sich, über die Hälfte der Befragten genießt unterwegs häufig oder immer die Fahrt und die Landschaft. 7 Prozent der Befragten geben an, manchmal im Auto zu arbeiten. Betrachtet man die von den Befragten wahrgenommenen besonderen Vorteile autono- men Fahrens im Hinblick auf die Möglichkeit einer alternativen Zeitnutzung während der Fahrt, so werden vor allem die Möglichkeit zur Unterhaltung sowie des Landschaftsgenus- ses genannt – den bereits jetzt liebsten Beschäftigungen im Auto. Exemplarisch sind in Abb. 12.2 die Antworten zum vollautomatisierten Fahrzeug dargestellt. Auffallend ist der geringe Anteil derjenigen, die einen Vorteil in der Möglichkeit sehen, unterwegs arbeiten zu können; beim Autobahnpiloten ist es weniger als ein Viertel der Befragten. 2 Beim Erwerbstatus wurde zwischen Vollzeit-, Teilzeit- sowie sonstiger Beschäftigung unter- schieden.
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
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