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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Auswirkungen des autonomen Fahrens auf das Fahrzeugkonzept278 Eine hybride Fahrwerklösung, die einen für die statische Abstützung zu kleinen Foot- print aufweist, ermöglicht die Verlagerung des Schwerpunkts, sodass der in Abb. 13.6 ge- zeichnete Kreis sich in Bezug zum Fahrwerk verlagert, sich z. B. in einer Linkskurve nach links verschiebt. Die Verschiebung ist grundsätzlich sowohl mit einer Translationsbewe- gung als auch einer Rotationsbewegung darstellbar. Für das Letztgenannte steht beispiel- haft das dreirädrige Motorrollerkonzept des Piaggio MP3 [16] mit seinen beiden Vorderrä- dern und einer Parallelogramm-Kinematik, die eine Schräglage des ganzen Rolleraufbaus möglich macht. Somit besitzt dieses Fahrzeug eine zwar eingeschränkte statische Kippsta- bilität, benötigt aber keine permanente Regelung für konstante Bedingungen wie z. B. für Geradeausfahrt. In Verbindung mit der o. g. Verkleidung und dem Schutzrahmen käme ein solches Konzept durchaus als Vehicle-on-Demand in Frage, wenn die Transportaufgabe darin besteht, eine, vielleicht sogar zwei Personen zu transportieren. In analoger Weise kann ein drittes Rad auch ein einachsiges Konzept wie den schon genannten EN-V ergänzen. Damit erfolgt die statische Abstützung durch ein vor oder hin- ter der Hauptachse angebrachtes Rad. Allerdings erfordert die Beibehaltung des Drehens im Stand eine Lenkbarkeit des Zusatzrades. Auch Vierradkonzepte mit für Kippsicherheit zu kleinem Footprint sind denkbar. Ein Beispiel hierfür ist die Nissan-Studie Land Glider [17], ein 1,10 m breites Fahrzeug, das bis zu 17° Querneigung annehmen kann. Ob diese im Vergleich zum Motorroller doch noch große Breite für ein Vehicle-on-Demand relevan- te Vorteile gegenüber einem in üblicher Breite ausgelegten einfachen Fahrzeug ohne Nei- getechnik mit sich bringt, ist zu bezweifeln. Allein die mit der Neigetechnik verbundende Möglichkeit der Kompensation der Querkraft auf die Insassen könnte ein Pluspunkt sein. Neben Neigesystemen könnten grundsätzlich auch adaptive Fahrwerke mit variabler Spur- breite oder variablem Radstand sowie variabler Schwerpunkthöhe zu einer Kippsicherheit nach Bedarf führen [18]. Abb. 13.6 Für Kippsicherheit benötigte Footprint- Fläche
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
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