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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Steuerung und Management in einem Verkehrssystem mit autonomen Fahrzeugen318 dieser Ansatz auch einer, den man fĂŒr die Entwicklung von Fahrermodellen fĂŒr die Ver- kehrssicherheit weiter treiben könnte. Das obige Modell lĂ€sst sich weiterentwickeln, indem verlangt wird, dass die Sicherheits- bedingung nicht nur zur aktuellen Zeit t erfĂŒllt sein soll, sondern auch noch eine gewisse Zeit t + T in der Zukunft. Die Zeit T ist dabei die Antizipationszeit, also die LĂ€nge des Planungshorizonts des Fahrers. Bezeichnet die Notation x den Wert der Variablen x zur Zeit t + T,wird aus der Sicherheitsgleichung: d v v DV gâ€Č â€Č â€Č â€Č( )+ ≀ ( )+τ . Diese Gleichung kann aber nun nach der Beschleunigung a umgestellt werden. So ist x x vT aTâ€Č= + + 2 2/ , und zusammen mit einem Ansatz fĂŒr die Bremswege d v v b( )= ( )2 2/ lĂ€sst sich dann die Sicherheitsgleichung nach a auflösen. DafĂŒr gibt es verschiedene An- sĂ€tze, hier wird vor allem der exakte Ansatz verfolgt: v T b T b T V bvT b g vT v= − +( )+ +( ) + + + +( )−⎛ ⎝ ⎜ ⎞ ⎠ ⎟ 1 2 2 22 2 2τ τ/ Δ . (15.3) Interessanterweise fĂŒhrt dieser Ansatz fĂŒr To0 auf den in SUMO [17] verwendeten zu- rĂŒck. Eine andere Möglichkeit, [15] folgend, ist eine Taylor-Entwicklung von d v d v aT d v aTv b vâ€Č( )= +( )≈ ( )+ ( )/ , was interessanterweise auf eine lineare Gleichung fĂŒr a fĂŒhrt, die ein facher zu lösen und numerisch weniger komplex ist: a V v bT v g v T b bT v = − + + −( ) + +( ) 2 2 2 2 2 Δ τ τ . Obwohl diese Gleichungen kompliziert aussehen und es einigermaßen unwahrscheinlich ist, dass Menschen tatsĂ€chlich eine Wurzel aus einem komplizierten Ausdruck ziehen können, sieht sie grafisch dem Helly-Modell doch sehr Ă€hnlich. Das ist deshalb interessant, weil es sich in der Tat gut vorstellen lĂ€sst, dass ein menschlicher Fahrer in der Lage ist, eine lineare AbwĂ€gung etwa nach dem Motto „Ich bin etwas schneller als der vor mir, aber der Abstand ist groß, daher muss ich gegenwĂ€rtig nichts Ă€ndern“ durchfĂŒhrt. Eine Vorstellung, wie diese Beschleunigungsfunktion fĂŒr realistisch gewĂ€hlte Parameter aussieht, vermittelt Abb. 15.2. In diesem Zusammenhang ist es noch interessant zu wissen, ob dieser Ansatz tatsĂ€chlich zusammenstoßfrei ist. Die simple Antwort lautet: nein. Unter bestimmten Bedingungen lĂ€sst sich die Dynamik, die aus Gleichung (15.3) folgt, in der Tat austricksen. Das sei an einer Kette von Fahrzeugen demonstriert, die einem FĂŒhrungsfahrzeug folgen, das nach einem bestimmten Protokoll a t0( ) fĂ€hrt. Dabei lassen sich als wesentliche Parameter in der Dynamik des FĂŒhrungsfahrzeugs vor allem die maximalen Beschleunigungen parametrie- ren. Von besonderem Interesse sind dabei die maximalen Bremsverzögerungen und die Frage, ob man bei dem Modell einen Zusammenstoß produzieren kann.
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
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