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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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32315.4 Anfahren an einer Lichtsignalanlage (LSA) nur der Mittelwert über viele solcher Zeitintervalle ergibt dann die korrekte (gesetzte) Nachfrage. Für jedes simulierte Fahrzeug wurde die Verlustzeit aufgezeichnet und aus diesen Verlust- zeiten der in Abb. 15.6 eingetragene Mittelwert ausgerechnet. Im Prinzip kann die ganze Verteilung der Verlustzeiten zur Charakterisierung der Ergebnisse herangezogen werden, was aus Platzgründen unterbleibt, obwohl es interessant wäre: Die Schwankungen der Verlustzei- ten sind ein Maß für die Verlässlichkeit eines solchen Systems. Allerdings erweist sich in dem betrachteten Beispiel, dass die Schwankungen der Verlustzeit nur sehr schwach vom Anteil der autonom fahrenden Fahrzeuge abhängt, die wesentliche Quelle von Stochastizität in diesem System wird von der Nachfrage generiert und nicht von der Dynamik der Fahrzeuge. Zwei Ergebnisse fallen in Abb. 15.6 auf. Zum einen stimmt die Beschreibung durch die Theorie nicht immer mit den Simulationsergebnissen überein. Hier steckt noch einiges an Forschungsbedarf, weil es gar nicht so einfach ist, die in der Theorie vorausgesetzten An- nahmen in die simulative Realität zu übertragen. Das wird sicherlich beim Vergleich mit realen Messwerten noch einmal schwieriger. Für die erzielte Übereinstimmung mussten darüber hinaus aus der Simulation ermittelte Werte für die Sättigungsverkehrsstärke ver- wendet werden – mit den theoretischen Werten, also den IJ-Werten wie in Abschn. 15.3 definiert, ist die Übereinstimmung nicht überzeugend. Zum anderen verändert sich durch die autonomen Fahrzeuge „nur“ die Kapazität, an- sonsten gibt es keine weiteren oder nur sehr geringe Gewinne. Solange die Nachfrage von der jeweiligen Kapazität entfernt ist, gibt es auch nur geringe Unterschiede zwischen den verschiedenen Szenarien, zumindest nicht auf der Ebene der hier gewählten Beschreibung. Eine Änderung der Kapazität hat allerdings einen sehr positiven Effekt: Es bedeutet, dass die notwendigen Freigabezeiten an einer LSA kürzer werden können und damit mehr Zeit für andere Verkehrsträger zur Verfügung steht. Abb. 15.6 Verlustzeit an einer LSA als Funktion der Nachfrage und für verschiedene Aus- stattungsraten Ș = 0, 20 %, 40 %, 60 %, 80 % und 100 % (von links nach rechts). Die gestrichelten Linien sind aus Gleichung (15.4) berechnet, allerdings mit einer Kapazität s, die direkt in der Simu- lation gemessen wurde
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
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