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Simulation einer Stadt
je einer Stunde Dauer vorliegt. Mit der Nachfrage wurde ein sogenanntes Nutzergleichge-
wicht ausgerechnet, das in diesem Fall rund 100 Iterationsschritte erforderte. Am Ende
dieses Prozesses steht fĂĽr jedes Fahrzeug, das in SUMO simuliert wird, eine Route, die
optimal ist in dem Sinn, dass jede andere Route durch das Netz länger dauert. Insgesamt
werden 647.000 Fahrzeuge simuliert. Erste Vergleiche mit realen Zähldaten aus Braun-
schweig deuten darauf hin, dass die Matrix die Nachfrage deutlich unterschätzt. Das hat
sicherlich Auswirkungen auf die hier diskutierten Ergebnisse, allerdings konnten im Rah-
men dieses Projektes solche Korrekturen nicht mehr umgesetzt werden.
Um autonome Fahrzeuge simulieren zu können, wird ein neuer Fahrzeugtyp eingeführt,
der so ähnlich parametriert ist wie die Modelle in Abschn. 15.2: Die autonomen Fahrzeuge
in SUMO fahren mit IJ = 0,5 s, alle anderen mit IJ = 1 und ı = 0,5 Dabei ist ı der Rausch-
parameter in SUMO, welcher vorgibt, um wie viel ein Fahrzeug von der optimalen Fahr-
weise abweicht. Die Wahl von IJ = 0,5 s führt dazu, dass auch die Schrittweite in SUMO auf
0,5 s gesetzt werden muss, damit die Fahrzeuge weiterhin ohne Zusammenstöße fahren
können. Damit verlängert sich die Simulationszeit von rund 50 min auf 90 min für die
Simulation eines ganzen Tages in Braunschweig.
Nur die Pkw wurden als autonome Fahrzeuge simuliert: Die rund 44.000 Lkw blieben
unverändert. Ebenfalls nicht vollständig korrekt abgebildet sind in dieser Simulation die
Abb. 15.9 Ausschnitt aus dem Simulationsnetz der Stadt Braunschweig. Die Flächennutzungs-
daten stammen aus der OpenStreetMap-Datenbasis [24]
Autonomes Fahren
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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