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Sicherheitspotenzial automatisierter Fahrzeuge: Erkenntnisse aus der
Unfallforschung360
Die Theorie der erfinderischen Problemlösung (TRIZ) definiert die Anforderungen einer
idealen Maschine ĂŒber die Formel fĂŒr das Ideale Endresultat mit einem unbegrenzten
Nutzen ohne Kosten und SchÀden [19]:
IdealesEndresultat Nutzen
Kosten SchÀden
= â
â
+( ) =
+( ) =
â â
â
0 0 (17.2)
Betrachtet man einerseits den tatsÀchlichen Gesamtnutzen im Hinblick auf das verbrau-
cherrelevante Sicherheitspotenzial automatisierter Fahrzeuge, so steigt dieser entsprechend
dem Wirkungsgrad bis zum maximalen âEffektivfeldâ an (Nachweis ĂŒber Unfalldatenana-
lyse und Funktionskenntnis). Andererseits können die Risiken in AbhÀngigkeit vom Auto-
matisierungsgrad (âDriverâ versus âRobotâ) ansteigen. Diese reduzieren wiederum den
tatsĂ€chlichen Nutzen fĂŒr die Sicherheit (s. Abb. 17.2). Zur Minimierung möglicher Risiken
erfolgt vonseiten des Herstellers ein Risikomanagement (s. Kap. 28) unter Ein
beziehung
von Unfalldaten.
17.4 Aussagekraft möglicher Prognosen auf der Basis
von Unfalldaten
Die nachfolgende Metaanalyse zeigt an Beispielen Möglichkeiten und Grenzen von
Poten
zialaussagen auf Basis verschiedener Unfalldaten. Da bislang keine Erfahrungen zur
Analyse hoch- bzw. vollautomatisierter Fahrzeuge existieren, werden zunÀchst Fahrzeug-
systeme ohne Automatisierung (âdriver onlyâ/âno automationâ) sowie mit geringeren
Automatisierungsgraden bezĂŒglich der Hauptfahraufgaben (âassistiertâ/âteilautomati-
siertâ) betrachtet, gegliedert nach A-posteriori- und A-priori-Analysen.
Abschnitt 17.4.1 beschreibt Beispiele fĂŒr A-posteriori-Aussagen zu bislang erfassten
Unfalldaten. In der hier genutzten Definition können âaus der Erfahrung gewonneneâ [20]
Zahlen direkt fĂŒr Interpretationen genutzt werden. Im Gegensatz dazu werden die in Ab-
Abb. 17.2 Verbraucher bewerten
das Sicherheitspotenzial subjektiv,
indem sie wahrgenommene Risiken
und den Nutzen kontextbezogen
gegeneinander abwÀgen. Risiken
hÀngen vom Automatisierungsgrad,
der Nutzen vom Wirkungsgrad ab.
Unfalldatenanalysen sowie Risiko-
management (s. Kap. 28) ermög-
lichen Objektivierung (s. Kap. 30)
und Optimierung
Autonomes Fahren
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung