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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Autonome Fahrzeuge und autonomes Fahren im Bereich des GĂŒtertransportes384 Die technologische Weiterentwicklung bezog sich schwerpunktmĂ€ĂŸig auf die korrekte AusfĂŒhrung der Transportaufgabe und gegebenenfalls auf damit verbundene Aufgaben wie beispielsweise die Lastaufnahme bzw. -abgabe. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Anforderungen an die FlexibilitĂ€t der FTS/FTF-Systeme umso grĂ¶ĂŸer werden, je mehr sich die Produktion von der linear getakteten Fertigungsstraße entfernt und je flexibler die Pro- duktions- und Kommissioniersysteme werden. Derzeit scheinen autonome Systeme basie- rend auf der Agententechnologie den Anspruch an die Verarbeitung eines zunehmenden Datenvolumens und einer steigenden KomplexitĂ€t durch die Dezentralisierung von Daten- bereitstellung und Entscheidungsfindung am ehesten leisten zu können. Outdoor-Lösungen fĂŒr den GĂŒtertransport beruhen auf konventionellen Straßenfahrzeu- gen und sind bisher nur auf BetriebsgelĂ€nden im Regeleinsatz mit wenigen EinsatzfĂ€lle. Es ist aber eine Ă€hnliche Entwicklung denkbar wie im Indoor-Bereich. Es stellt sich also bei den FTS/FTF vor allem die Frage danach, wie sich die Autonomie der Einheiten weiterentwickelt. Automatische Steuerung und fahrerlose Fortbewegung sind per Definition schon immer Elemente von FTS/FTF gewesen. Der Grad an Autonomie ist definiert als die Anzahl der Freiheitsgrade. Diese hĂ€ngen beispielsweise von der freien Wahl der Strecke und Geschwindigkeit ab, um sich selbststĂ€ndig auch bei sich verĂ€ndern- den Umweltsituationen zu einem Ziel hin zu bewegen. Der Einsatz von mobilen Maschinen bildet einen Schnittstellenbereich zwischen Arbeitsrobotern und Fahrzeugen. Ebenso wie bei den innerbetrieblichen Transportsys- temen wird hĂ€ufig die Transportaufgabe mit weiteren „produktiven“ Aufgaben kombiniert. Es handelt sich zum grĂ¶ĂŸten Teil um tele-operierte Systeme. Eine autonome Entschei- dungsfindung fĂŒr die Wegfindung ist also in der Regel nicht gegeben. Dies scheint auch in den meisten EinsatzfĂ€llen keinen Mehrwert zu schaffen. Die konzeptionelle Ausgestaltung der Automatisierungslösungen hing in den Anfangs- phasen sehr stark vom Anwendungskontext ab. Diese historischen Systemelemente finden sich auch in den neueren KonzeptansĂ€tzen in der Regel wieder, insbesondere hinsichtlich der Sicherheitskonzepte bzw. des Personenschutzes. Erst die mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien möglichen dezentralen Konzepte lassen nun die unter- schiedlichen Systemlösungen zusammenwachsen. Insbesondere dort, wo eine hohe Flexi- bilitĂ€t und Geschwindigkeit gefordert wird, gleichen sich die technologischen Lösungen immer weiter an. Allerdings unterscheiden sie sich hinsichtlich der realisierten Freiheits- grade der Autonomie. 18.3 AnwendungsfĂ€lle im Bereich des autonomen GĂŒtertransports Aufbauend auf den vorliegenden Erfahrungen werden im Folgenden potenzielle Einsatz- felder fĂŒr autonome Fahrzeuge im Bereich des GĂŒtertransports anhand der in Kap. 2 gene- risch beschriebenen AnwendungsfĂ€lle skizziert. Im Mittelpunkt steht der Transport eines aufgegebenen Förderguts im StraßengĂŒterverkehr. Potenzielle Einsatzfelder weiterer Seg- mente des Wirtschaftsverkehrs wie beispielsweise der Personenwirtschaftsverkehr oder der
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
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