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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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PrĂ€diktion von maschineller Wahrnehmungsleistung beim automatisierten Fahren422 20.2 Maschinelle Wahrnehmung 20.2.1 Umfang und AusprĂ€gung Die maschinelle Wahrnehmung hat, wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, die Aufgabe, alle fĂŒr die Funktion des automatisierten Fahrens relevanten anderen Verkehrsteilnehmer sicher zu erkennen und der Verkehrsinfrastruktur korrekt zuzuordnen. Dies ist insbesonde- re deshalb notwendig, da beispielsweise fĂŒr einen FußgĂ€nger am Straßenrand ein anderes GefĂ€hrdungspotenzial besteht, als wenn er einen parallel verlaufenden, abgetrennten Fuß- gĂ€ngerweg benutzt. Zur maschinellen Wahrnehmung werden im Fahrzeugumfeld Sensoren verwendet, die auf Kamera- sowie Radar- und/oder Lidartechnik basieren. NĂ€here Informationen zu der Funktion und den Bauformen dieser Sensoren sind beispielsweise in [3] zu finden. Kameras liefern ein 2-D-Abbild der 3-D-Szene in Form von hoch aufgelösten Grauwert- oder Farbbildern, aus denen bei genĂŒgendem Kontrast oder Unterschieden in der Textur einzelne Objekte mit Methoden der Bildverarbeitung extrahiert werden können. Eine Be- stimmung der Objektentfernung ist mit Mono-Kameras allerdings nur mit oft zu Fehlern fĂŒhrenden Annahmen wie einer ebenen Fahrbahn möglich. Stereo-Kameras erlauben zwar ĂŒber das DisparitĂ€tsbild auch eine Bestimmung der Objektentfernung, die Genauigkeit sinkt jedoch quadratisch mit zunehmender Entfernung. Bei den heute ĂŒblichen Basisab- stĂ€nden der Stereoanordnungen und Auflösung der Kameras sind Messreichweiten bis etwa 50 Meter möglich, ohne dass der Fehler so stark ansteigt, dass Funktionen hieraus keinen Nutzen mehr ziehen könnten. Radar-, aber auch Lidarsensoren liefern hingegen vergleichsweise sehr genaue und auch hinsichtlich der Messfehler nahezu distanzunabhĂ€ngige Entfernungsmessdaten. Sie können aber aufgrund der geringeren Winkelauflösung die Konturen, d. h. die Außenabmessungen von Objekten, schlechter erfassen. Dies gilt insbesondere fĂŒr Radarsensoren. Zudem liefern Radar- und Lidarsensoren keinerlei Texturinformationen. Aufgrund dieser unterschied- lichen Messeigenschaften werden die unterschiedlichen Sensortypen fĂŒr die Aufgabe der maschinellen Wahrnehmung in der Regel kombiniert verwendet. Man spricht dann von einer Sensordatenfusion. Mit den fusionierten Sensordaten lassen sich bewegte und statische Objekte, aber bei- spielsweise auch Fahrbahnmarkierungen grundsĂ€tzlich erkennen und physikalisch ver- messen. Die möglichen Messdimensionen hĂ€ngen vom spezifischen Sensor-Setup ab. Typische erfassbare physikalische Messdaten sind die Abmessungen eines Objekts als Quadermodell mit LĂ€nge, Breite und Höhe sowie seine Position absolut in der Welt oder relativ zum eigenen Fahrzeug. Im Fall von bewegten Objekten kommen dann noch die Objektgeschwindigkeiten und Objektbeschleunigungen als relativ einfach bestimmbare ZustandsgrĂ¶ĂŸen hinzu. Schwerer und in der Regel sehr unsicher bestimmbar aus externen Sensormessungen ist die Gierrate beziehungsweise die Kursrate anderer Verkehrsteilneh- mer. Diese GrĂ¶ĂŸen sind ohne Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation nur fĂŒr das eigene Fahrzeug zuverlĂ€ssig ermittelbar.
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
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