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42720.3
Methoden zum Umgang mit Unsicherheiten der maschinellen Wahrnehmung
tung der GĂŒte der ZustandsschĂ€tzung wird daher gefordert, dass der Fehler im Mittel null
ist und die Unsicherheit möglichst gering.
Das grundlegende Verfahren zur Behandlung von Zustandsunsicherheiten ist das all-
gemeine Bayes-Filter [10]. Bei ihm werden der geschÀtzte Zustand eines Objektes und die
dazugehörige Unsicherheit durch eine mehrdimensionale Wahrscheinlichkeitsdichtefunk-
tion p (engl. probability density function, PDF) reprÀsentiert:
p x
Zk
k
k+
+
+(
)1
1 1
1|
: .
Sie hÀngt allgemein von allen bis zum Zeitpunkt k + 1 vorhandenen Messungen
Z z
zk
k1
1 1
1:
,
,+
+=
âŠ{ } ab. Dies wird durch die gewĂ€hlte Schreibweise einer bedingten Wahr-
scheinlichkeit ausgedrĂŒckt, d. h., die Wahrscheinlichkeit fĂŒr den Zustand des Systems x ist
bedingt durch die Messungen Z.
Das Bewegungsmodell eines durch die Sensoren erfassten Objektes fĂŒr den Zeitraum
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Messungen ist durch eine Bewegungsgleichung der
Form
x f x
vk
k k
k+
= (
)+1|
zu beschreiben, wobei vk eine additive StörgröĂe darstellt, die mögliche Modellfehler re-
prĂ€sentiert. Die Bewegungsgleichung drĂŒckt aus, in welchem Zustand wie Ort, Geschwin-
digkeit und Bewegungsrichtung sich das Objekt zum nÀchsten Zeitpunkt wahrscheinlich
befindet. Alternativ kann diese Bewegungsgleichung auch durch eine Markov-Ăbergangs-
wahrscheinlichkeitsdichte ausgedrĂŒckt werden:
f x
xk
k k k
1
1|
( | ).
Die Markov-Ăbergangswahrscheinlichkeitsdichte ist letztendlich nur eine andere mathe-
matische Schreibweise fĂŒr dieselben Modellannahmen. Um die Gleichungen praktisch
berechenbar zu halten, ist es ĂŒblich, eine Markov-Eigenschaft erster Ordnung vorauszu-
setzen. Diese Eigenschaft sagt vereinfachend aus, dass der zukĂŒnftige Zustand eines
Systems nur vom zuletzt bekannten Zustand und der aktuellen Messung abhÀngt, nicht aber
von der gesamten Historie von Messungen und ZustÀnden. Die Markov-Eigenschaft erster
Ordnung ist damit eine vorausgesetzte Systemeigenschaft.
Im konkreten Fall hÀngt der prÀdizierte Zustand xk+1 des Objektes vor dem Vorliegen
der neuen Messung dann nur noch vom zuletzt ermittelten Zustand xk ab, da dieser implizit
die gesamte Messhistorie Z z
zk
k1
1: ,
,=
âŠ{ } enthĂ€lt.
Die Vorhersage des aktuellen Objektzustandes xk bis zum nÀchsten Messzeitpunkt
k + 1 erfolgt schlieĂlich unter BerĂŒcksichtigung der Modellannahmen anhand der
Chapman-Kolmogorov-Gleichung
p x x f x x p x
dxk
k k k k k k k k k
k+
+ +
+(
)= â« ( ) (
)1
1 1
1|
|| .|
Dies wird als PrÀdiktionsschritt des Bayes-Filters bezeichnet.
Autonomes Fahren
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