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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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PrĂ€diktion von maschineller Wahrnehmungsleistung beim automatisierten Fahren432 20.3.5 Zusammenfassende Bewertung Aus den Betrachtungen wird deutlich, dass die maschinelle Wahrnehmung drei wesentliche UnsicherheitsdomĂ€nen umfasst, nĂ€mlich die Zustandsunsicherheit, die Existenzunsicher- heit und die Klassenunsicherheit. Alle DomĂ€nen haben direkten Einfluss auf die Leistungs- fĂ€higkeit der maschinellen Wahrnehmung. Werden die Unsicherheiten zu hoch, wobei funktionsspezifisch festzulegen ist, welche Unsicherheiten noch tolerabel sind, ist keine sichere FĂŒhrung eines automatisierten Fahrzeugs mehr möglich. Problematisch ist, dass eine zukĂŒnftig höhere Unsicherheit und damit eine grĂ¶ĂŸere Feh- lerwahrscheinlichkeit nicht zeitlich vorhergesagt werden kann. Die heute bekannten Me- thoden zur SchĂ€tzung von Zustands- und Existenzunsicherheiten erlauben zwar eine aktu- elle EinschĂ€tzung der LeistungsfĂ€higkeit der maschinellen Wahrnehmung, eine Degenera- tion der LeistungsfĂ€higkeit einzelner Sensoren oder gar ein Ausfall von Komponenten kann aber prinzipbedingt nicht vorhergesagt werden. Lediglich Trendaussagen sind möglich. Die folgende Tab. 20.1 fasst die Ergebnisse noch einmal zusammen. Tab. 20.1 UnsicherheitsdomĂ€nen der maschinellen Wahrnehmung und deren methodische Be- handlung Zustandsunsicherheit Existenzunsicherheit Klassenunsicherheit AusprĂ€gung Unsicherheit in den ZustandsgrĂ¶ĂŸen wie Objektposition, Objekt- geschwindigkeit etc. Unsicherheit, ob ein von Sensorik erfasstes Objekt real existiert Unsicherheit ĂŒber Klassenzugehörigkeit (z. B. Pkw <-> Lkw) Ursache stochastische Mess- fehler der verwendeten Sensorik Detektionsunsicherhei- ten einzelner Sensoren, beispielsweise Kamera oder Radar Klassifikationsunsicher- heiten der Algorithmen / Limitierungen einzelner Sensoren Modellierung probabilistisch, Erwar- tungswert mit Varianzen/ Kovarianzen probabilistisch ĂŒber Detektionswahrschein- lichkeiten keine durchgehende Methode, zurzeit vor- wiegend heuristisch Methoden geschlossene Theorie ĂŒber allgemeines Bayes- Filter (z. B. Variante Kalman-Filter) geschlossene Theorie, gekoppelt an SchĂ€tzung Zustandsunsicherheit (z. B. JIPDA-Filter) merkmalbasiert: Bayes, Dempster-Shafer, lernbasiert: Neuronale Netze, kaskadierte Verfahren (Viola und Jones etc.) PrĂ€diktion in die Zukunft generell nein, bedingt möglich ĂŒber Trend- aussagen generell nein generell nein
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
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