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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Die Freigabe des autonomen Fahrens442 FĂŒr die Freigabe des vollautomatisierten Fahrens bedeutet dies, dass nicht nur eine Reduktion der Unfallzahlen nachzuweisen ist, sondern ein akzeptiertes VerhĂ€ltnis Vakz zwischen vermiedenen Rver und zusĂ€tzlich hervorgerufenen Risiken Rzus. V R Rakz zus ver Entgegen vieler Aussagen ist bisher noch nicht nachgewiesen, dass ein VerhĂ€ltnis kleiner eins tatsĂ€chlich fĂŒr die Freigabe notwendig ist. Werden autonome Fahrzeuge tatsĂ€chlich die Verkehrssicherheit erhöhen? WĂ€re das VerhĂ€ltnis grĂ¶ĂŸer eins, wĂŒrde durch das System die Verkehrssicherheit reduziert. Heute existieren Beispiele, bei denen ein entsprechender Zusatznutzen Akzeptanz fĂŒr zusĂ€tzliche Risiken schafft: Das Erleben von Freiheit, Fahr- spaß usw. wiegt beispielsweise fĂŒr viele Motorradfahrer das erhebliche Zusatzrisiko gegen- ĂŒber anderen Fortbewegungsmitteln auf, wobei der Akzeptanz des Motorradfahrens die Verteilung von Nutzen und Risiko zugutekommt. Der Zusatznutzen sowie das Zusatzrisiko betreffen ĂŒberwiegend die Person auf einem Motorrad. Das von einem Motorrad ausgehen- de Risiko fĂŒr andere Verkehrsteilnehmer liegt zwischen den Risiken, die von Fahrrad und Pkw ausgehen, sodass Motorradfahren auch ohne Zusatznutzen fĂŒr andere Verkehrsteilneh- mer akzeptabel ist. In diesem Beitrag wird kein konkreter Wert des akzeptablen VerhĂ€ltnisses fĂŒr autonomes Fahren ermittelt, denn dieser Wert ist das Ergebnis einer vielschichtigen Diskussion der Beteiligten, die vom autonomen Fahren betroffen wĂ€ren. Dieser Wert variiert, bedingt durch unterschiedliche Faktoren wie etwa gesellschaftliche, politische und ökonomische Unterschiede. Ein anschauliches Beispiel hierfĂŒr ist die Akzeptanz des Einsatzes von Atomenergie in Deutschland, den USA oder Japan ĂŒber die letzten Jahre hinweg: Zum einen unterscheidet sich das akzeptierte VerhĂ€ltnis zwischen den LĂ€ndern grundlegend und zum anderen verĂ€ndert es sich ĂŒber die Zeit, sodass beispielsweise in Deutschland 2012 der Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen wurde. Das Zentrum dieses Beitrags bildet die Bewertung des autonomen Fahrens, also die Frage nach Methoden, die eine Freigabe ermöglichen sollen. Auch wenn eine Vielzahl von Arbeiten die Potenziale des autonomen Fahrens theoretisch beschreiben, ist den Autoren keine Untersuchung bekannt, die diese Bewertung erbracht hat. Um zu zeigen, warum dies so ist, werden zunĂ€chst die aktuellen Freigabekonzepte in der Automobilindustrie beschrieben und anschließend dargestellt, welche Anforderungen an Testkonzepte beste- hen. Im dritten Abschnitt werden die Besonderheiten des autonomen Fahrens im VerhĂ€ltnis zu aktuellen Systemen beschrieben. Basierend darauf wird im vierten Abschnitt die beson- dere Herausforderung fĂŒr eine Freigabe des autonomen Fahrens hergeleitet. Die AnsĂ€tze, die diese Herausforderung adressieren, werden diskutiert, um im letzten Abschnitt ein Fazit zur Freigabe von autonomen Fahrzeugen zu ziehen.
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
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