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Aktuelle Testkonzepte in der Automobilindustrie
Ein Testkonzept umfasst, wie von Schuldt et al. [10] in Abb. 21.5 dargestellt, die Ana-
lyse des Testobjekts (object under test – OUT), die Testfallgenerierung, die Testdurchfüh-
rung sowie die Testauswertung.
Dabei sollten die Analyse des Testobjekts sowie die Testfallgenerierung bereits während
der Entwicklungs-/Auslegungsphase stattfinden, sodass fĂĽr die Verifikation und Validie-
rung die durchzuführenden Testfälle bereits definiert sind (s. Abb. 21.4 V-Modell). Nach
Horstmann [11] und Weitzel [9] wird aktuell für die Ermittlung von Testfällen zwischen
drei Methoden unterschieden: Eine Methode ist die lastenheftbasierte Testspezifikation, bei
welcher Testfälle basierend auf Systemspezifikationen definiert werden, die beispielsweise
in Lastenheften festgehalten wurden. Die zweite Methode stellt die risikobasierte Test-
spezifikation dar, bei der Risikobetrachtungen fĂĽr die Testfallermittlung eingesetzt werden.
Als dritte Methode wird die schnittstellenbasierte Testspezifikation unterschieden, bei der
die Testfälle so gewählt werden, dass sie die Wertebereiche der Schnittstellen entsprechend
abdecken. Für alle Methoden ist das System Fahrer – Fahrzeug die Grundlage der Test-
fallermittlung.
Abb. 21.4 Einordnung von Sicherheitsbewertungsmethoden im Entwicklungsprozess (nach [9])
Abb. 21.5 Vorgehensweise des Testkonzepts
(nach [10])
Autonomes Fahren
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung