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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Die Freigabe des autonomen Fahrens460 Sicherheit möglichst ausreichend abzudecken und gleichzeitig redundanzarm und effizient zu sein. Dieser Ansatz basiert auf statistischen Betrachtungen ohne Wissen und Erfahrung über das Testobjekt, hat aber dennoch das Potenzial, die notwendigen Testfälle zu reduzieren. Der Ansatz beschrieben von Tatar und Mauss [25] ist ebenfalls für Black-Box-Testing geeignet: Zur Generierung von Testfällen wird eine Optimierung eingesetzt. Dabei werden die Eingangsgrößen einer X-in-the-Loop (XiL)-Simulation so variiert, dass die zu definie- rende Bewertungsfunktion des Tests optimiert wird. Trotz der Herausforderung der validen XiL-Simulation und der benötigten Bewertungsfunktion liefert dieser Ansatz die Möglich- keit, die Testfälle auf die als relevant bewerteten zu fokussieren. Ein vierter theoretischer Ansatz ist der Einsatz und der Test eines Sicherheitskonzepts mithilfe von formalen Methoden [26]. Ähnlich wie für den Menschen als Überwacher und Teil des Sicherheitskonzepts von aktuellen Fahrzeugen angenommen, könnte ein nachge- wiesen sicheres Sicherheitskonzept den Test der Gesamtfunktionalität des Fahrzeugs in der vollständigen Repräsentativität überflüssig machen. Somit wäre eine Raffung der Testfälle möglich. 21.6.2.2 Testdurchführung/Testwerkzeug Neben der Möglichkeit, während der Testfallgenerierung die Testfälle zu raffen, besitzt die Testdurchführung ebenfalls Potenzial, die Freigabe zu beschleunigen. Wird jedoch von der Realfahrt abgewichen und ein anderes Testwerkzeug für die Testdurchführung gewählt, geht damit immer eine Vereinfachung einher. Dies wird anhand von Abb. 21.10 genauer beschrieben. Abb. 21.10 unterteilt die Testwerkzeuge in neun Klassen, die sich danach unterscheiden, wie das Fahrzeug bzw. das Umfeld dargestellt werden. Der Insasse wird bei dieser Dar- stellung dem Fahrzeug zugeordnet, da er sich im Fahrzeug befindet und nicht aktiv in die autonome Fahrt eingreift. Die Realfahrt bildet sowohl Umfeld als auch Fahrzeug real ab. Dementsprechend besteht während dieser Tests die Gefahr von realen Unfällen und deren Auswirkungen. Das Umfeld ist nicht kontrolliert, sodass Testsituationen basierend auf dem Zufall der Realität entstehen; dementsprechend ist die Reproduzierbarkeit für komplexe Situationen mit anderen Verkehrs- teilnehmern nicht gegeben. Dieses Testwerkzeug kann frühestens mit ersten straßentaugli- chen Prototypen eingesetzt werden und erfolgt somit am Ende des Entwicklungsprozesses. Abb. 21.10 Einteilung von Testwerkzeugen für den Test von autonomen Fahrzeugen
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
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