Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Technik
Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Page - (000539) -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - (000539) - in Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte

Image of the Page - (000539) -

Image of the Page - (000539) - in Autonomes Fahren - Technische,  rechtliche und gesellschaftliche Aspekte

Text of the Page - (000539) -

Erhebung und Nutzbarmachung zusätzlicher Daten – Möglichkeiten und Risiken520 Fahrroboters, des Fahrers oder anderer Parteien den Unfall verursacht haben könnte. Dies wäre im Einklang mit anderen Beispielen der Vorgehensweise von Strafverfolgungsbe- hörden, die ein großes Interesse an Daten haben, die durch die Computerisierung von Aktivitäten zugänglich werden, da computerisierte Aktivitäten meist einfach zu proto- kollieren sind. 24.2.2.2 Use-Case 2: Autonomes Valet-Parken Der Fahrroboter stellt das Fahrzeug – nachdem die Insassen es verlassen haben und ge- gebenenfalls Transportgut ausgeladen wurde – in einer nahen oder auch entfernten Park- position ab. Anschließend fährt der Fahrroboter das Fahrzeug von der Parkposition wieder zurück bzw. an eine andere gewünschte Adresse oder parkt das Fahrzeug um. Die Fahrer sparen so die Zeit für die Parkplatzsuche, das Abstellen sowie den Fußweg von einem weiter entfernten Parkplatz zum eigentlichen Ziel. Außerdem wird hierdurch der Zugang zum Fahrzeug (räumlich wie zeitlich) erleichtert. Der Parkraum wird durch das autonome Valet-Parken effizienter genutzt und die Parkplatzsuche effizienter gestaltet. Neue und zusätzliche Daten, die das Auto in diesem Use-Case sammeln und lernen kann, sind: ‡ Dauer eines Aufenthaltes: Wie viel Zeit verbringen die Nutzer vor Ort? ‡ Gebiete von Interesse: Wo verbringen Nutzer mehr oder weniger Zeit? ‡ Fahrt- und Aufenthaltszeiten: Wann verbringen die Nutzer mehr oder weniger Zeit außerhalb ihres Autos? ‡ Unter welchen Umständen wird das Auto unbeaufsichtigt gelassen? ‡ Besuchsgewohnheiten: Wie oft begibt sich der Nutzer an einen bestimmten Ort, z. B. „jedes Wochenende zu einem bestimmten Supermarkt, einer Bar oder Diskothek“? ‡ Umgebung: Diese Daten sind im Prinzip die gleichen wie in Use-Case 1, variieren jedoch in ihrer Abhängigkeit von der Umgebung. Auf einem gefüllten Parkplatz kann das Auto pro Zeiteinheit mehr Nummernschilder erfassen als auf einer Autobahn, aber vermutlich weniger Gesichter, weil die meisten Autos leer sind. Auf dem Weg zum Parkplatz werden allerdings vermutlich oft mehr Gesichter erfasst werden, weil z. B. Fußgänger die Straßen überqueren, als auf dem Parkplatz selbst, vermutlich sogar mehr als auf der Autobahn. Da es keine direkte Wechselwirkung zwischen Fahrer und Fahrzeug gibt, werden keine Daten über das Fahrverhalten erfasst. 24.2.2.3 Use-Case 3: Vollautomat mit Verfügbarkeitsfahrer Use-Case 3 ist Use-Case 1 ähnlich, da in beiden Fällen der Fahrroboter die Aufgabe des Fahrens ausführt und der menschliche „Fahrer“ in dieser Situation als Passagier die Hände vom Lenkrad sowie die Füße von den Pedalen nehmen und andere Dinge tun kann. In Use- Case 3 kann der Fahrer jedoch in mehr Situationen die Kontrolle an den Fahrroboter über- geben und ist nicht wie in Use-Case 1 auf Autobahnen beschränkt. Folglich sind die neuen
back to the  book Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte"
Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Autonomes Fahren