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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Gesellschaftliche und individuelle Akzeptanz des autonomen Fahrens656 vornehmlich positive Bewertung erfährt, gibt es doch gleichzeitig ein ausgeprägtes Miss- trauen und eine deutliche Skepsis bis hin zur Ablehnung gegenüber dem autonomen Fahren und der Einführung von autonomen Fahrzeugen in das Verkehrssystem. Diese Einstellung ist besonders häufig mit der Angst vor negativen sozialen Folgen, aber auch vor dem Verlust von Freiheit assoziiert. Eine solche ambivalente Haltung gegenüber autonomem Fahren ist allerdings typisch für die Einstellung gegenüber Technik – und spiegelt die Ergebnisse aus anderen Unter suchungen zur Technikakzeptanz (in Deutschland) wider [13]: Auf der einen Seite werden mit dem autonomen Fahren viele Vorteile assoziiert, die das Leben komfortabler machen können und neue Potenziale eröffnen. Auf der anderen Seite geht mit den erwarteten Veränderungen auch die Angst vor negativen gesellschaftlichen Konsequenzen einher, die sich im „… Verlust an Kontrolle der eigenen Lebenswelt und der eigenen Lebenszeit …“ ([13], S. 33) äußern. Dieser ambivalenten Haltung liegt der Wunsch zugrunde, „… Lebenswelt und Technik miteinander in Einklang zu bringen und die soziale, wirtschaftliche und natürliche Umwelt für zukünftige Generationen funktionsfähig zu erhalten …“ ([13], S. 33). In der Debatte um autonomes Fahren, das hat die Analyse gezeigt, geht es also nicht nur darum, den motorisierten Indivi- dualverkehr sicherer, komfortabler, flexibler, effizienter usw. zu machen, sondern auch dar- um, aufzuzeigen und zu reflektieren, welche ge sellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen autonomes Fahren mit sich bringen würde. 29.5 Fazit und Ausblick Akzeptanzforschung, so wurde im vorliegenden Beitrag argumentiert, muss über die reine Erforschung von Meinungen und Einstellungen hinausgehen. Sie soll vielmehr im Sinne einer „antizipierenden gesellschaftlichen Marktforschung“ ([11], S. 3) Bedarfe, Vorstellun- gen, Wünsche, Hoffnungen, Befürchtungen und Ängste identifizieren und in den Zusam- menhang eines sozio-technischen Systems – in diesem Fall des Verkehrssystems als Teil des gesamtgesellschaftlichen Systems – und seiner Entwicklung einordnen. Auf diese Weise können Potenziale und Optionen aufeinander abgestimmt werden (vgl. [40]). Ein komplexes Thema wie autonomes Fahren berührt unterschiedliche Bereiche unserer Ge- sellschaft, weshalb eine interdisziplinäre Zusammenarbeit wie im Projekt „Villa Laden- burg“ der Daimler und Benz Stiftung, das die Beiträge des vorliegenden Bandes initiiert und zusammengeführt hat, unumgänglich ist. Künftige Untersuchungen zur Akzeptanz autonomen Fahrens sollten sowohl einen stärkeren Fokus auf kultur-, typen- und milieuspezifische Unterschiede der Akzeptanz als auch auf die Interdependenzen von Themenbereichen legen. Die Auswertung der Online- Kommentare hat hierzu erste wichtige Erkenntnisse geliefert und weist den Weg für künf- tige Erhebungen: Die ambivalenten Ergebnisse in Bezug auf die Motivation zur Autonut- zung müssen genauer in den Blick genommen werden, um auf diese Weise einordnen zu können, welche individuelle, aber auch gesellschaftliche Bedeutung Autonutzung und -besitz heute hat, welche symbolischen, emotionalen und instrumentellen Eigenschaften
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
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