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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Vom (Mit-)Fahren: autonomes Fahren und Autonutzung692 und Lyons [48] mit ihrer Studie über Pendler gezeigt: Reisezeit wurde als Entspannungszeit von der Hektik des Alltags gesehen, als Übergangszeit zwischen Arbeit und Zuhause. Diese Ergebnisse schließen an eine frühere Studie zu Pendlern an, in der Mokhtarian et al. bereits zeigen konnten, dass im Auto verbrachte Zeit durchaus nicht unbedingt als verschwendet angesehen wird [27]. 31.2.2 Zusammenfassung Aktuell gehen Autonutzung und -besitz in den Industrieländern auf eine Situation der Sättigung zu, ohne dass das Automobil deswegen seinen dominanten Stellenwert so schnell verlieren wird [50]. Vielmehr behält es für die große Mehrheit der Autonutzerinnen und -nutzer seine Bedeutung zur Erfüllung ihrer lebensweltlichen Bedürfnisse ([51], S. 114). Wichtig in der Debatte um die künftige Nutzung von autonomen Automobilen (und auch deren Akzeptanz) ist vor allem die Berücksichtigung der Verflechtung von instrumentellen, affektiven und symbolischen Aspekten: Wahrgenommene funktionale Eigenschaften der Technologie stellen möglicherweise auf den ersten Blick einen leicht messbaren, „objekti- ven“ Nutzen dar, aber diese funktionalen Aspekte entfalten ihre Bedeutung erst im Zusam- menhang mit subjektiven – affektiven und symbolischen – Motivationen, die das autonome Fahren begleiten. Darüber hinaus spielt auch die Einbettung von instrumentellen Motiven der Nutzung eines (autonomen) Autos in einen alltagspraktischen Rahmen sowie in den Rahmen des jeweiligen sozio-technischen Systems eine Rolle: Das autonome Fahrzeug mag als sicher, flexibel und komfortabel wahrgenommen werden – zu einem tatsächlichen Nutzen wird dies aber erst dann, wenn Sicherheit, Flexibilität oder Komfort in der in- dividuellen Alltagspraxis eine spezifische Bedeutung haben [51]. 31.3 Multimethodischer Untersuchungsansatz zum autonomen Fahren in Zusammenhang mit Autonutzung und -besitz Die Erkenntnisse aus der Forschung zu Autonutzung und -besitz und die Hinweise aus der ersten Explorationsstudie zum autonomen Fahren bilden die konzeptionelle Grundlage für die empirischen Arbeiten, die wir daran angeschlossen haben. Ziel dieser weiterführenden Untersuchungen ist, die spezifischen Zuschreibungen, die derzeit von Verkehrsteilnehme- rinnen und -teilnehmern gegenüber dem autonomen Auto vorgenommen werden, anwen- dungsbezogen zu erheben und die „Übersetzung“ solcher Zuschreibungen in instrumentel- le, affektive und symbolische Motive zu entschlüsseln. Damit heißt die forschungsleitende Frage: Welche Eigenschaften und Bewertungen verbinden Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer mit dem autonomen Fahren und dem autonomen Fahrzeug, und welche unter- schiedlichen Motive sind dafür ausschlaggebend? Gleichzeitig soll der Kontext der heuti- gen Zuschreibungen gegenüber dem autonomen Automobil analysiert und, wo möglich, in Zusammenhang mit bestehenden Alltags- und Mobilitätspraktiken gebracht werden. Auf
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
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