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Marktauswirkungen des automatisierten
Fahrens718
schiedene Pressemeldungen für die ausgewählten Akteure gestaltet. Das 2×2-Experiment
umfasst somit vier verschiedene Szenarien, die sich nur durch die ausgewählte Marke
unterscheiden, während alle weiteren Faktoren konstant gehalten werden. Abbildung 32.1
zeigt die in der ersten Studie eingesetzte Pressemeldung.
Insgesamt nahmen 239 Personen an der ersten Befragung teil. Die Befragten sind zwi-
schen den Szenarien ungefähr gleichverteilt, die Zellen sind mit 49 bis 65 Befragten besetzt.
DarĂĽber hinaus bestehen keine Unterschiede im Alter und in der Geschlechtsverteilung der
Befragten zwischen den Zellen. Zur Überprüfung, ob die Manipulationen der Markenstär-
ke und der Branche von den Befragten unterschiedlich wahrgenommen wurden, wurde die
Markeneinstellung als Manipulationscheck gemessen. Die Markeneinstellung drĂĽckt die
Vorteilhaftigkeit und Stärke der Markenassoziationen aus, eine der beiden Dimensionen
der Markenstärke. Da Automobilmarken meist eine sehr hohe Bewusstseinsgegenwärtig-
keit (bezogen auf die Erinnerung wie auf die Wiedererkennung) aufweisen, wird in der
Messung der Markeneinstellung eine trennschärfere Variable zur Messung von Unterschie-
den in der Markenstärke gesehen. Die Markeneinstellung wurde mit drei Fragen gemessen,
welche die Vorteilhaftigkeit, Sympathie und Leistung der Marke erfassen. Im Ergebnis
zeigen sich signifikante Unterschiede zwischen der starken (Mittelwert (MW) = 5,40; Std.-
Abw. = 1,44) und der schwachen (MW = 4,55; Std.-Abw. = 1,55) Automarke (Irrtumswahr-
scheinlichkeit p < 0,05). Die Mittelwerte der starken (MW = 5,54; Std.-Abw. = 0,99) und
der schwachen (MW = 3,75; Std.-Abw. = 1,79) Technologiemarke unterscheiden sich
Abb. 32.1 Fiktive Pressemeldung der ersten Studie
Autonomes Fahren
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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