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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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72332.6 Studie 2 bereitschaft negativ. Die abhängige Variable verschlechtert sich von 3,67 auf 2,67 (Std.-Abw. = 1,93) für die starke Automobilmarke und von 3,01 auf 2,78 (Std.-Abw. = 1,80) für die schwache Automobilmarke. Zumindest für die schwache Automobilmarke wäre es aus theoretischer Sicht naheliegend, dass aus der Verbindung mit einer relativ attraktiveren Technologiemarke positive Effekte auf die Kaufbereitschaft resultieren. Zur Analyse möglicher Erklärungsansätze für dieses Ergebnis wurde ein Strukturgleichungsmodell ge- schätzt. Die Analyseergebnisse weisen zum Teil deutliche Abweichungen zu den in Studie 1 berichteten Resultaten auf. So ist die Bedeutung des funktionalen Vertrauens im Falle HLQHU 0DUNHQDOOLDQ] QRFK EHGHXWVDPHU ]XU (UNOlUXQJ GHU .DXIEHUHLWVFKDIW ȕ p < 0,01), als dies ohnehin schon im Falle einer Einzelmarkenstrategie ist. Die Beurteilung des Preis-/Leistungsverhältnisses besitzt wie gehabt einen signifikant positiven Einfluss DXI GLH .DXIEHUHLWVFKDIW DXI ȕ S ZlKUHQG I U GLH  EULJHQ 9DULDEOHQ keine signifikanten Effekte festgestellt werden können. Der Einfluss des Sicherheitsemp- findens auf das funktionale Vertrauen ist darüber hinaus stärker als im Falle einer Einzel- PDUNHQVWUDWHJLH ȕ S 'LH $XWRQRPLHZDKUQHKPXQJ ZHLVW HEHQIDOOV HLQHQ signifikant positiven, aber etwas schwächeren Effekt auf das funktionale Vertrauen auf ȕ S Die Ergebnisse legen nahe, dass die Bewertung des automatisierten Fahrsystems durch eine Markenallianz zwischen einem Automobilhersteller und einer Technologiemarke nicht verbessert wird – und zwar unabhängig davon, ob die Technologiemarke gleich oder besser im Vergleich zur Automobilmarke bewertet wird. Die Konsumenten bilden ihre Kauf- bereitschaft in einem starken Maße basierend auf ihrer Einschätzung der Vertrauens- würdigkeit des Angebots aus. Diese wird im Wesentlichen von den Sicherheitsbedenken und der Autonomiewahrnehmung beeinflusst. Im Falle einer starken Automobilmarke werden die Sicherheitsbedenken bei einer Markenallianz mit einer Technologiemarke sogar noch negativer bewertet (MW = 4,15, Std.-Abw. = 1,82; p < 0,05) als bei einer Einzel- markenstrategie (MW = 4,94, Std.-Abw. = 1,65). Für die vergleichsweise schwache Auto- mobilmarke konnte dieser Effekt nicht nachgewiesen werden. Insgesamt zeigen die Ergeb- nisse der zweiten Studie somit auf, dass Automobilhersteller und Technologiekonzerne wie Apple oder Google den besonderen Nutzen einer potenziellen Markenallianz stärker her- ausstellen müssen. Konsumenten sehen in einer solchen Partnerschaft ein höheres Risiko, somit spielt das funktionale Vertrauen für die Adoption von automatisierten Fahrsystemen eine entscheidende Rolle. Zur Überprüfung der Generalisierbarkeit der Ergebnisse wird im folgenden Abschnitt die Studie unter Verwendung zweier alternativer Anwendungsfälle des automatisierten Fahrens repliziert.
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
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