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72732.8
Zusammenfassung und Ausblick
im Vergleich zu den anderen AnwendungsfÀllen stÀrker durch die Wahrnehmung der
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einflusst, wÀhrend dem Sicherheitsempfinden eine etwas geringere Bedeutung zukommt
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se lassen eine starke Selbstselektion der Konsumenten erwarten, da Autofahrer mit stark
ausgeprÀgter AutonomieprÀferenz vom Kauf eines vollautomatisierten Automobils ab-
sehen werden. Vor dem Hintergrund der geringen Kaufbereitschaft der meisten Befragten
kann schlussgefolgert werden, dass die Vision des vollautomatisierten Automobils zum
gegenwĂ€rtigen Zeitpunkt fĂŒr die meisten Menschen noch nicht attraktiv ist.
32.8 Zusammenfassung und Ausblick
Die aus den drei experimentellen Studien gewonnenen Erkenntnisse leisten einen Beitrag
zum VerstĂ€ndnis der Treiber einer individuellen Kaufentscheidung fĂŒr automatisierte Fahr-
zeuge. Im Gegensatz zu den relativ positiven Werten der Nutzungsabsicht, die in einer
französischen Studie berichtet werden [51], zeigt die vorliegende Analyse auf, dass deut-
sche Konsumenten der Technologie des automatisierten Fahrens im Mittel relativ skeptisch
gegenĂŒberstehen. Da die beiden Studien sich bezogen auf die eingesetzte Methodik und
den Informationsumfang, der den Befragten zur VerfĂŒgung gestellt wurde, deutlich unter-
scheiden, ist ein Vergleich der LÀnderunterschiede auf dieser Basis nicht möglich. Jedoch
kann sich auch in der vorliegenden Studie jeder sechste Befragte vorstellen, einen Auto-
bahnpiloten oder einen vollautomatischen Valet-Parkassistenten zu kaufen, unabhÀngig
von der geringen zur VerfĂŒgung gestellten Information. Jede zehnte Person weist eine hohe
bis sehr hohe Kaufabsicht fĂŒr vollautomatisierte Fahrzeuge auf, die den Fahrer von jegli-
chen manuellen Fahreingriffen ausschlieĂen. Diese Zahlen sind vergleichbar mit anderen
Konsumentenstudien, welche die ErwÀgung der Adoption von technologischen Innovatio-
nen vor der tatsĂ€chlichen MarkteinfĂŒhrung erheben. Falls die beschriebenen Systeme aus
Kundensicht als nĂŒtzlich und zuverlĂ€ssig befunden werden, ist zu erwarten, dass die
Akzeptanz im Zeitverlauf steigen wird.
UnabhÀngig von den psychologischen WertbeitrÀgen, die einen Einfluss auf die Kauf-
bereitschaft ausĂŒben, erklĂ€ren auch Unterschiede in der individuellen InnovationsaffinitĂ€t
teilweise, warum Konsumenten sich den Kauf eines automatisierten Fahrsystems vorstellen
können. DarĂŒber hinaus konnte festgestellt werden, dass Befragte mit einer hohen Autono-
mieprĂ€ferenz eine stark negative Haltung gegenĂŒber dieser Technologie aufweisen. Neben
der AutonomieprÀferenz erklÀren auch die Unterschiede in der Autonomiewahrnehmung,
die aus den AnwendungsfÀllen des automatisierten Fahrens resultieren, die gemessene
Varianz in der Kaufbereitschaft. Anbieter von automatisierten Fahrzeugen mĂŒssen daher
zumindest in einer Ăbergangszeit die affinen Zielsegmente definieren und gleichermaĂen
nicht-automatisierte Fahrzeuge fĂŒr die eher konservativen Kundensegmente anbieten.
Autonomes Fahren
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung