Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Historische Aufzeichnungen
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Page - 141 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 141 - in Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich

Image of the Page - 141 -

Image of the Page - 141 - in Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich

Text of the Page - 141 -

141Die Bautätigkeit Herzog Leopolds VI. Lilienfeld , Kreuzgang In der gleichen Art , wie die jüngeren Teile der Zwettler Kreuzganganlage , die nach Angabe des Zwettler Stiftungenbuches noch während der Amtsführung von Abt Marquard , das heißt vor 1227 , vollendet gewesen sein sollen469 , wurde der gesamte Klosterkreuzgang von Lilienfeld gestaltet ( Abb.  52 ). In Lilienfeld sind die Fensterwandjoche durchwegs von übergreifenden Spitzbogen eingerahmt , zum Kreuzganghof sind die Jochunterteilungen der Gangflügel durch Strebepfei- ler akzentuiert. So wie in Zwettl bestehen unterschiedliche Varianten der Unter- teilung dieser Bogen und der Gruppierung der eingeschriebenen Säulenarkaden. Im Nordflügel des Kreuzgangs von Lilienfeld sind dem übergreifenden Bogen in jedem Joch je drei gleichartige Rundbogen in additiver Reihung eingeschrieben , die auf gebündelten Arkadensäulchen in Gruppen zu 2–3–3–2 Säulchen ruhen. Im Ost- und im Westflügel sind die Fensterarkaden aus Vierergruppen von Bo- genstellungen gebildet , wobei das divisive Gliederungsprinzip herrscht : Die Fens- terjochwand wird zunächst durch zwei Rundbogen unterteilt , denen wiederum zwei kleine Spitzbogenarkaden untergeordnet sind. Die Säulchen sind im Rhythmus von 3–1–3–1–3 angeordnet. In den südlichsten Jo- chen des Ost- und Westflügels waren Pforten in den Kreuzganghof ausgebildet , von denen heute nur mehr die im Westgang begehbar ist. Diese Fensterjoche sind durch Aneinanderrei- hung von je drei Spitzbogenarkaden der Fens- teröffnungen und eines etwas breiteren Rund- bogens der Pforte gegliedert und besitzen Gruppen von Arkadensäulchen in der Reihen- folge 3–3–3–3–3. Im Südflügel findet sich das divisive Prinzip wie im Ost- und Westgang , indem den übergreifenden Spitzbogen jeweils zwei kleinere Spitzbogen eingeschrieben sind , die ihrerseits wieder in zwei Spitzbogenarka- den unterteilt werden. Die Reihenfolge der Arkadensäulchen im Südflügel ist 3–2–3–2–3. Abb.  52 : Ostflügel des Kreuzgangs im Zisterzienserstift Lilienfeld
back to the  book Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich"
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Title
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Author
Mario Schwarz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
498
Keywords
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich