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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Wiener Hofburg – eine spätstaufische Kastellburg 231 Im Rahmen der Reformpolitik Fried richs II. ließ der Herrscher in seinem Königreich Sizilien in nur einem Vierteljahrhundert bis zu seinem Tode über 200 neue Bur- gen zur inneren und äußeren Si- cherheit seiner Provinzen erbauen. Nur durch Einsatz straff organi- sierter Maestranzen spezifisch aus- gebildeter Bauleute war es möglich , diese Leistung zu vollbringen. Obwohl die viertürmige Kastellburg mit viereckigen Türmen nur eine von mehreren Gestal- tungsformen der staufischen Festungsbauten in Süditalien war , neben der es Kas- telle mit Rundtürmen ( Catania , Castel Maniace in Syrakus ) , mit Kombinationen von prismatischen und zylindrischen Turmkörpern ( Brindisi ) oder mit Polygo- nalgrundriss und Polygontürmen ( Castel del Monte ) gab , wurde vor allem der Bautyp des regelmäßigen viereckigen Kastells mit prismatischen Türmen in der Regierungszeit Friedrichs II. zu einem architektonischen Vorbild , ähnlich wie im 12. und frühen 13. Jahrhundert die kaiserliche Pfalz801. Ein wichtiges Kennzeichen der staufischen Kastellburgen war die Ausführung von Buckelquadermauerwerk an den Außenseiten der Anlagen zur optischen Betonung ihrer Wehrhaftigkeit , wie in Bari , Trani , Augusta oder Gioia del Colle. Vielfach erörtert wurde die Frage nach Herkunft und typologischer Ableitung des Bauschemas der Kastellburg. Tatsächlich geht der Bautyp des viereckigen , viertürmigen Kastells bereits auf die römische Antike zurück , wo sie als militäri- sche Standardform sowohl im Bereich des Limes als auch in weiter Streuung im Mittelmeerraum verwendet wurde802. Die Bauform des Kastells wurde im Byzan- tinischen Reich weiter tradiert und ist für diese Zeit im östlichen Mittelmeerraum ( El-Segur , Jordanien803 , Qasr Hallabat , Jordanien , 5. / 6. Jh.804 ) ebenso bezeugt wie in Nordafrika ( Limisa , Tunesien , 6. Jh.805 ) und in Sizilien ( Selinunt806 ). In der Folge übernahmen auch die Ara- ber die Bauform der Kastellburg von der byzantinischen Architektur Abb.  113 : Grundriss des Schweizertrakts der Wiener Hofburg mit Hervorhebung der Mauern des 13. Jahrhunderts Folgende Doppelseite: Abb.  114 : Rekonstruktion der Wiener Hofburg im Bauzustand des 13. Jahrhunderts
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Title
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Author
Mario Schwarz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
498
Keywords
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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